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Chael Sonnen: „Ich bin schuldig, ich schäme mich.“

Chael Sonnen wurde für zwei Jahre gesperrt. (Foto: Elias Stefanescu/Groundandpound.de)

Kurz nachdem Vitor Belfort am Mittwoch eine Kampflizenz von der Sportkommission Nevadas (NSAC) ausgehändigt bekam, musste sich Chael Sonnen vor den Offiziellen für seine beiden positiven Dopingtests verantworten. Der dreifache UFC-Titelherausforderer machte keinen großen Hehl aus seiner Situation und bekannte sich zu seiner Schuld.

„Ich will euch nichts erzählen, was wie eine Entschuldigung klingt“, so Sonnen gegenüber der Kommission. „Ich bin schuldig, ich schäme mich. Ich habe nicht die Absicht, mich zu verteidigen.“

Sonnen fiel im Mai zum zweiten Mal in seiner Karriere durch einen Dopingtest. Die Einnahme von zwei verbotenen Mitteln begründete er mit dem Verbot der umstrittenen Testosteron-Ersatztherapie und der damit verbundenen Suche nach Mitteln gegen seinen krankheitsbedingten Testosteronmangel. Nach dem Bekanntwerden des Dopingtests fasste Sonnen den Entschluss, seine Karriere zu beenden.

Kurioserweise wurde Sonnen wenige Wochen nach dem ersten Dopingtest ein zweites Mal positiv getestet. Diesmal wurden zusätzlich zu den zwei verbotenen Arzneimitteln aus der ersten Probe drei weitere Dopingmittel, darunter auch EPO, in Sonnens Blutkreislauf nachgewiesen. Der US-Fernsehsender FOX und die UFC setzten Sonnen daraufhin vor die Tür.

Am Mittwochabend beantwortete Sonnen über eine Stunde lang die Fragen der Sportkommission. Die NSAC entschied sich am Ende einstimmig dafür, Sonnen für zwei Jahre zu sperren. Außerdem muss er die Kosten der beiden Dopingtests übernehmen. Eine zusätzliche Geldstrafe bleibt aus.

Da Sonnen seinen Rücktritt vom MMA-Sport verkündete, dürfte ihn die Sperre nicht sonderlich stören. Sollte er sich für ein Comeback entscheiden, dann ist dies frühestens in zwei Jahren möglich. Sonnen wird dann 39 Jahre alt sein.