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Chael Sonnen fällt durch weiteren Dopingtest

Chael Sonnen (Foto: Elias Stefanescu/Groundandpound.de)

Vor knapp zwei Wochen verkündete der dreifache UFC-Titelherausforderer Chael Sonnen das Ende seiner MMA-Karriere, nachdem ihm durch einen unangekündigten Dopingtest im Mai der Konsum verbotener Substanzen nachgewiesen werden konnte (GnP berichtete). Wie nun bekannt wurde, fiel Sonnen Anfang Juni durch einen zweiten Dopingtest, bei dem drei weitere verbotene Mittel in seinem Blutkreislauf entdeckt wurden.

Am 5. Juni wurde Sonnen von der Sportkommission Nevadas (NSAC) dazu aufgefordert, einen Blut- und Urintest abzugeben. Das Ergebnis des ersten Dopingtests, der letztendlich positiv ausfiel und zur Absage des geplanten Kampfes gegen Vitor Belfort bei UFC 175 führte, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt.

Der zweite Dopingtest offenbarte vier verbotene Substanzen in Sonnens Blutkreislauf. Ihm konnte der Konsum von Wachstumshormen (HGH), Erythropoetin (EPO), Anastrozol und humanem Choriongonadotropin (hCG) nachgewiesen werden. Beim ersten Test konnten lediglich Anastrozol und Clomifen gefunden werden (GnP berichtete).

Wachstumshormone dienen zur Steigerung der Muskel- und Schnellkraft sowie der Regenerationsfähigkeit. EPO ist ein Hormon, das die Produktion roter Blutzellen anregt und für die Steigerung der Ausdauer verwendet wird. HCG ist ein Mittel, das zur Gewichtsreduzierung verwendet wird, gleichzeitig aber auch die Testosteronproduktion auf Schwung bringt. Dennis Siver wurde vor wenigen Monaten aufgrund von hCG-Konsums für neun Monate suspendiert.

„Ja, die Sportkommission weiß von den anderen verschriebenen Medikamenten, die ich genommen habe und ich werde die Anschuldigung nicht anfechten“, so Sonnen in einem Statement gegenüber MMAFighting.com. „Ich werde mit der Sportkommission kooperieren und einen Dialog darüber anstreben, wie Kämpfer, die TRT genutzt haben, davon wegkommen ohne Regeln zu brechen.“

Sonnen begründete das Ergebnis des ersten Dopingtests mit dem Verbot der umstrittenen Testosteron-Ersatztherapie (TRT). Die in seinem Kreislauf nachgewiesenen verbotenen Mittel seien demzufolge zur Anregung der körpereigenen Testosteronproduktion notwendig gewesen, um aufgrund seines krankheitsbedingten Testosteronmangels keine gesundheitlichen Nachteile zu haben. Am 23. Juli findet eine Anhörung der NSAC statt.