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Chad Mendes: Mit richtiger Vorbereitung schlage ich Conor McGregor auf jeden Fall

Chad Mendes (Foto: Tobias Bunnenberg/GNP1.de)

Chad Mendes hatte nicht einmal zwei Wochen Zeit, um sich auf seinen Titelkampf gegen Conor McGregor vorzubereiten. Im Kampf bei UFC 189 bekam der 30-Jährige Probleme mit der Kondition und er musste sich in der zweiten Runde dem irischen Top-Federgewicht geschlagen geben. In der Internet-Talkshow „The MMA Hour“ äußerte sich Mendes nun zu seiner letzten Niederlage.

„Es tut weh, sich das anzuschauen“, sagte Mendes. „Ich denke immer noch oft daran. Manchmal liege ich im Bett und denke an den Kampf. Es dauert mit Sicherheit einige Zeit bis ich darüber hinweg bin, aber das gehört einfach dazu.“

Mendes sprang für den verletzten Jose Aldo ein, um bei dem Großevent in Las Vegas im Hauptkampf gegen Conor McGregor den Interims-Champion im Federgewicht zu ermitteln. Mendes konnte im Kampf im Stand einige gute Treffer landen und zahlreiche Takedowns durchbringen. McGregor zermürbte den Kämpfer vom Team Alpha Male jedoch mit Kicks zum Körper. Schon gegen Ende der ersten Runde atmete Mendes schwer. Ein Jahr zuvor konnte er sich mit Champion Jose Aldo noch problemlos eine Fünf-Runden-Schlacht liefern. Mit einer richtigen Vorbereitung würde daher alles anders laufen - da ist sich Mendes sicher.

„110 Prozent, daran besteht kein Zweifel“, so Mendes über seine Erfolgschancen in einem Rückkampf gegen McGregor. „Ich suche nicht nach Entschuldigungen. Ich sage nicht, dass das der Grund ist, warum ich verloren habe. Aber ich spüre, dass wenn ich gut auf den Kampf vorbereitet bin, ich ihn auch gewinnen würde. Und zwar in jedem Fall.“

In der zweiten Runde hatte Mendes die Chance, den Kampf  nach langer Bodenkontrolle mit einem Guillotine Choke zu beenden, doch McGregor befreite sich und konnte den Kampf kurz danach mit Schlägen beenden.

„Ich erinnere mich daran, dass ich gespürt habe, dass ich hier die komplette Kontrolle habe“, so Mendes weiter. „Ich hatte nicht das Gefühl, dass er mir irgendetwas aus  der Rückenlage bieten konnte. Er versuchte nicht aufzustehen, er hat die Closed Guard gehalten. Er hat sich nicht sehr stark oder kontrollierend am Boden angefühlt. Also dachte ich mir, ich passiere die Guard und kann ihn vielleicht zur Aufgabe zwingen. […] Das regt mich mit am meisten auf. Wenn ich die solide Position einfach gehalten und Ellenbogen gelandet hätte, wäre die Runde mit mir in der Top-Position geendet. Aber so ist der Sport. Man geht Risiken ein. Wir gehen da rein und kämpfen gegen einen anderen Menschen. Und das war ein Risiko, das ich eingegangen bin. Ich habe versucht den Kampf zu beenden, er hat sich herausgedreht und kam wieder auf die Beine.“

Die Erfahrung will Mendes jedoch nicht missen. Er hat in dieser Begegnung so viel Geld verdient, wie in keinem anderen Kampf zuvor und er durfte den Hauptkampf auf einer bedeutenden Veranstaltung bestreiten.

„Es ist eine Niederlage, das ist Mist“, sagte Mendes. „Aber es waren zwei sehr verrückte Wochen. Alleine schon zu Aaron Lewis‘ Live-Musik rauszulaufen, sich umzudrehen und diese verrückten, verrückten irischen Fans zu sehen. Das war schon umwerfend. Es gab Iren, die mich im Flur dumm angemacht haben. Nur zu sehen, was für eine Leidenschaft und Unterstützung diese Leute für ihre heimischen Athleten aufbringen, ist total irre. Ich wünschte wir hätten so etwas auch in Amerika. Es ist einfach nur verrückt zu sehen. […] Ich werde das nie vergessen. Kurzfristig den größten Kampf meiner Karriere zu bestreiten, gegen einen Typen, von dem man noch so einiges hören wird, das werde ich einfach nie vergessen.“