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Cerrone: Conor hatte seine Chance, ich nehme lieber den Titelkampf!

Donald Cerrone (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Wohl nur wenige UFC-Kämpfer haben sich eine so große Zahl an Fans aufgebaut, wie Donald Cerrone. Obwohl der „Cowboy“ nie den UFC-Titel halten konnte, sorgt vor allem seine „Allzeit bereit“-Einstellung dafür, dass ihm die Herzen der Fans zufliegen. Gerade einmal fünf Wochen ist sein letzter Kampf her, schon steht er wieder im Käfig und trifft am Samstag bei UFC 238 auf Tony Ferguson.

„Ich wollte schon am Abend nach dem Kampf gegen Al direkt weitermachen“, sagte Cerrone während eines Pressetermins in Chicago. „Ich war bei den Ärzten und habe ihnen gesagt, dass sie mich bitte nicht suspendieren sollen, damit ich sofort weitermachen kann. Selbst wenn es nur ein oder zwei Wochen sind, man weiß einfach nie, wann der Anruf der UFC kommt. Ich will immer kämpfen, ich bin mental immer bereit, zu kämpfen.“

Vor allem, wenn der Gegner ein weiterer Hochkaräter ist wie Tony Ferguson. „El Cucuy“ bringt dabei nicht nur die längste Siegesserie im Leichtgewicht der UFC mit in den Käfig, sondern ist auch mit seinem Stil immer für einen aufregenden Kampf gut. Das weiß auch Cerrone zu schätzen.

„Ich liebe es einfach, zu kämpfen. Tony bringt diese tolle Energie mit, die einen Kampf großartig macht. Er geht ohne Pause nach vorne, keiner weiß, was passieren wird. Ich habe eine leichte Ahnung, aber in diesem Sport kann einfach alles passieren. Tony hat diesen Stil, der ihn immer wieder in Gefahr bringt. Wir werden also sehen, ob er auch die Treffer wegstecken kann. Ich denke, im Stand ist er gefährlicher als auf der Matte. Man weiß nie, woher die Schläge kommen, er ist sehr unorthodox. Aber er hat seine Schwächen im Rückwärtsgang und am Boden bin ich einfach besser als er. Wenn er versucht, Druck zu machen, werde ich selbst nach vorne gehen.“

Das Unorthodoxe von Ferguson, der sowohl im Stand mit kreativen und seltenen Techniken angreift, als auch am Boden wild beim Kampf um Positionen agiert, dürfte vor allem in der Vorbereitung für Kopfzerbrechen gesorgt haben, schließlich kann man sich nie so ganz auf seinen Stil einstellen. Doch Cerrone glaubt, dass er auch mit nur fünf Wochen Vorbereitungszeit alles für den Sieg getan hat.

„Ich bin bereit. Ich denke, dass mein Trainerstab immer versucht, mich allgemein zu einem besseren Kämpfer zu machen. Man kann also nicht wirklich sagen, dass wir unser Training speziell auf einen einzigen Gegner abstimmen. Aber natürlich habe ich mir ein paar Freunde bestellt, die seinem Stil entsprechen. Und unser Gameplan richtet sich natürlich daran aus, was er so im Käfig macht.“

Wie es dann weitergeht, das weiß Cerrone zu diesem Zeitpunkt nicht. Sollte er jedoch von der UFC vor die Wahl gestellt werden, nach einem Sieg über Ferguson einen Titelchance zu erhalten oder lieber einen möglicherweise lukrativeren Kampf gegen Conor McGregor anzunehmen, weiß der „Cowboy“ bereits, wie die Wahl ausfallen würde:

„Ich nehme den Titelkampf, ganz klar. Conor, du hattest deine Chance. Setz dich wieder hin und halt die Klappe!“