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Cain Velasquez: Ngannou hat mich nicht einmal berührt!

Cain Velasquez (Foto: ZUFFA LLC)

So hatte sich Cain Velasquez das Comeback nicht vorgestellt. Nach zweieinhalb Jahren Pause konnte der frühere Champion nur 26 Sekunden im Käfig stehen, dann ging er von einem kurzen Uppercut von Francis Ngannou zu Boden, verdrehte sich dabei das Knie und wurde nach weiteren Schlägen am Boden per T.k.o. besiegt. Ein frustrierendes Ende.

„Er hat mich nicht einmal berührt!“, sagte Velasquez. „Es war nur das Knie. Als es passiert ist, habe ich es einfach nicht fassen können. Und das war’s auch schon.“ Kritik am Ringrichter soll das jedoch nicht sein. „Der Ringrichter hat gesehen, wie mein Knie eingeknickt ist und sein Job ist es, sicherzustellen, dass wir zu 100 Prozent sicher sind im Käfig. Genau das hat er getan, er hat einen korrekten Job gemacht.“

Eigentlich sollte mit dem Kampf gegen Ngannou ein weiterer Weg zurück zum UFC-Titel eingeläutet werden. Velasquez zeigte sich im Vorfeld durchgehend positiv und zuversichtlich, in bester Verfassung ins Octagon zu steigen.

„Ich habe mich bereit gefühlt. Ich weiß, was ich in den letzten drei Jahren im Training alles gemacht habe“, so Velasquez weiter. „Ich musste einfach zurück ins Octagon und ich habe mich großartig gefühlt. Ich habe mich mit ihm im Käfig großartig gefühlt und dann kommt wieder so ein tragischer Unfall dazwischen, dass mein Knie nachgibt, es ist frustrierend.“

Die der 35-Jährige weiter erklärte, könnte er sich an seinem Meniskus oder seinem Kreuzband verletzt haben. Im schlimmsten Fall droht eine erneue mehrmonatige Zwangspause für den Kämpfer. Velasquez hatte im Vorfeld bekanntgegeben, aufhören zu wollen, sollte er nicht mehr auf höchstem Niveau mithalten können. Entsprechend wurde er nach seiner eigenen Zukunft gefragt. Doch noch denkt er nicht ans Aufhören.

„Wir müssen die ärztliche Untersuchung abwarten“, so Velasquez. „Das Feuer in mir brennt sehr stark. Ich muss jetzt wohl eine Menge beweisen, aber ich weiß, dass ich das schaffen kann. Wenn ich nicht mehr der Beste sein kann, mache ich es nicht. Aber nach diesem Trainingscamp habe ich da keinen Zweifel. Es ist jetzt einfach passiert. Es ist wahrscheinlich für die Leute da draußen, die mir zusehen, noch frustrierender. Sie erwarten eine Menge von mir und ich erwarte sogar noch mehr.“