UFC News

Brock Lesnars Trainer: Lesnar will beweisen, dass er im MMA noch Titel gewinnen kann

Brock Lesnar

In zweieinhalb Wochen ist es so weit. Dann kehrt in Brock Lesnar einer der größten Stars der UFC-Geschichte ins Octagon zurück. Gegen Mark Hunt will der frühere Schwergewichtschampion bei UFC 200 unter Beweis stellen, dass er im MMA noch immer für Furore sorgen kann. Sein BJJ-Trainer Rodrigo Medeiros äußerte sich gegenüber MMAFighting.com über Lesnars Rückkehr.

„Er ist körperlich und mental in großartiger Form“, sagte Medeiros. „Er wollte diesen MMA-Kampf. Es war seine Entscheidung. Die UFC hat nicht nach ihm gefragt, er hat bei der UFC angefragt. Er will sich selbst beweisen, dass er im MMA noch was erreichen kann, jetzt wo er gesund ist. Kämpfe gewinnen, Titel gewinnen – das hat er in sich. Wegen seiner Krankheit konnte er jahrelang nicht alles aus sich herausholen. Er hatte damals eine OP und hat dann zu schnell wieder gekämpft. Jetzt trainiert er sehr gut. Ich bin gespannt und zuversichtlich.“

Lesnar litt während seiner Zeit als UFC-Champion an Divertikulitis – einer schmerzhaften Darmerkrankung, die eine Operation zur Folge hatte. Medeiros war schon damals als Lesnars Trainer aktiv.

„Als wir endlich herausfanden, was er hatte, war das eine groteske Situation“, so Medeiros. „Er wurde ins Krankenhaus gebracht und dachte, er müsse sterben. Er benötigte eine Operation. Er ist aber stark wie ein Pferd und die Ärzte waren beeindruckt, dass er sich so schnell wieder erholt hat, also haben sie die OP nach hinten verschoben. 30 Zentimeter seines Darms mussten entfernt werden, aber er hat das so lange wie möglich nach hinten geschoben, weil er nicht wusste, wie sein Leben nach der OP verlaufen würde. Am Ende wurde er operiert und er führt jetzt ein normales Leben. Es war aber eine harte Zeit.“

Lesnar verabschiedete sich schließlich im Dezember 2011 nach dem Kampf gegen Alistair Overeem vom MMA-Sport und wechselte zu seinem früheren Arbeitgeber, World Wrestling Entertainment, wo er noch immer unter Vertrag steht. Für einen einmaligen Kampf kehrt der Muskelberg am 9. Juli in die UFC zurück, um gegen Mark Hunt anzutreten. Nicht der leichteste Gegner nach viereinhalb Jahren Auszeit.

„Wenn man sich seinen Karriereverlauf anschaut, dann sieht man, dass Brock nur gegen harte Gegner gekämpft hat“, erklärte Medeiros. „Sein erster Kampf in der UFC war gegen Frank Mir, danach traf er auf „Crazy Horse“ Heath Herring. Von all seinen Gegner war „Crazy Horse“ wohl der schwächste, aber es war immer noch ein starker Gegner. Lesnar hat nie gegen Flaschen gekämpft, er hatte nie einen Aufbaukampf. Er hat sechs Monate nach der Darm-Operation gegen Overeem gekämpft. Er hat nur starke Gegner gekämpft, gegen Champions, und er hatte immer das Zeug für einen Sieg. Ist Mark Hunt ein harter Gegner? Ja, ist er. Das brauche ich wohl kaum zu sagen. Da muss nur eine Hand landen. Aber das (Comeback) würde keinen Sinn ergeben, wenn er nicht einen solchen Gegner hätte. Es ist Ringer gegen Striker, und das ist gut. […] Er will sich gegen hochklassige Gegner beweisen.“

Auch wenn Lesnar, der kürzlich den blauen Gürtel im BJJ verliehen bekam, laut Medeiros wohl am besten den Bodenkampf gegen Mark Hunt suchen sollte, schließt er einen K.o.-Sieg bei UFC 200 nicht aus.

„Mark Hunt ist einer der besten Striker in der UFC, aber Brock hat ebenfalls harte Hände“, so Medeiros. „Ein Bodenkämpfer wie Brock kann dich mit einem sauberen Treffer K.o. schlagen. Genauso kann Mark Hunt am Boden in eine gute Position kommen und sich einen Submission-Sieg holen. Die Logik sagt, dass Hunt im Stand Vorteile hat und Brock am Boden, aber wir haben schon oft gesehen, dass alles passieren kann. Wir haben gesehen, was bei Fedors Kampf gegen Fabio Maldonado passiert ist. Du bist so lange der Favorit, bis sich die Käfigtür schließt.“