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Brendan Schaub beendet UFC-Karriere wegen Reebok-Deal

Brendan Schaub (Foto: Youtube)

UFC-Schwergewicht Brendan Schaub hat seinen Rücktritt angekündigt. Als Grund nannte der 32-Jährige Unzufriedenheit mit dem Reebok-Sponsorenvertrag.

Seit die Zahlen des exklusiven Sponsorenvertrags zwischen der UFC und Reebok bekannt wurden, war Brendan Schaub einer der schärfsten Kritiker des neuen Auszahlungssystems, das gestaffelt nach Anzahl der Kämpfe Sponsorengelder an die Sportler ausschüttet. Mit elf UFC-Duellen auf dem Konto und dementsprechend künftig 10.000 Dollar pro Kampf würde Schaub zwar noch zu den Besserverdienern gehören, müsste im Vergleich zu früher, als er noch eigene Sponsorenverträge aushandeln durfte, jedoch empfindliche Einschnitte hinnehmen. Nach eigenen Aussagen hatte er vor der Reebok-Ära sechsstellige Summen mit Sponsoren verdient. Grund genug für ihn, nun hinzuschmeißen.

„Das ergibt einfach keinen Sinn mehr“, so Schaub in einem Podcast von UFC-Kommentator Joe Rogan. „Ich kann mich damit einfach nicht zufriedengeben, ich sollte diesen Typen mehr wert sein als 10 Riesen. Und ich habe andere Möglichkeiten.“

Damit meint der wortgewandte Hüne nicht etwa Konkurrenzorganisation Bellator MMA oder den neuen Japan-Event Rizin, sondern seinen in den USA äußerst erfolgreichen eigenen Podcast The Fighter and the Kid. Überhaupt findet Schaub für die UFC überraschend positive Töne und scheint sich ein Hintertürchen für ein mögliches Comeback offenhalten zu wollen.

„Alle halten mich für einen UFC-Hater, aber das bin ich nicht. Ich stehe tief in deren Schuld“, so Schaub. „Ich habe auch kein Problem mit Dana White. Wenn er mir heute schreiben würde: 'Schaub, hör auf über den Reebok-Deal zu lästern' oder 'Hey, ich brauche deine Hilfe', dann würde ich das sofort tun. Ich stand immer hinter der UFC, was immer sie brauchen tue ich für sie. Aber jetzt im Moment muss ich erstmal eine Pause einlegen und mich um meinen mega-tollen Podcast kümmern.“

Schaub stand zuletzt im vergangenen Dezember im Käfig, wo er Travis Browne durch T.K.o. unterlag. Der 1,96-Meter-Mann hatte von seinen letzten sechs Kämpfen vier verloren, drei davon durch (T.)K.o. Sein guter Freund Rogan hatte ihm nach der letzten Niederlage live in seinem Podcast indirekt zum Rücktritt geraten.