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BLM will sich UFC Berlin nicht anschauen

Foto: BLM

Dass die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) nicht gerade ein Fanklub der UFC ist, dürfte mittlerweile bekannt sein. Um die Institution und den MMA-Sport vielleicht doch noch zusammenzubringen, haben wir eine Interviewanfrage in Richtung München geschickt, die allerdings abgelehnt wurde. 

Aus Interesse an den genauen Standpunkten der BLM in Bezug auf das Thema Mixed Martial Arts und UFC haben wir eine Interviewanfrage in Richtung München geschickt, die jedoch abgelehnt wurde: „Die BLM steht derzeit nicht für ein Interview zur Verfügung“, ließ uns Pressesprecher Dr. Wolfgang Flieger wissen. „Unsere Argumente wurden in unseren Pressemitteilungen, in der Resolution des Medienrats und im Blogbeitrag bereits mehrfach genannt und öffentlich gemacht. Dem ist von unserer Seite nichts hinzuzufügen.“

Daraufhin haben wir die BLM zur anstehenden UFC-Veranstaltung in Berlin eingeladen. Während die BLM diese Einladung nicht direkt ausschlug, wurde ein Besuch in der o2 World angezweifelt und darauf verwiesen, dass Live-Veranstaltungen ohnehin nicht im Verantwortungsbereich der Institution lägen. 

„Ich kann Ihnen derzeit nicht sagen, ob jemand von der BLM in der kommenden Woche in Berlin sein wird, glaube es aber eher nicht. Der Punkt ist ja auch, dass sich die Argumentation der BLM nicht gegen die Veranstaltungen als solche richtet, dazu haben wir auch keinerlei Mandat. Unser Thema ist einzig die Übertragung der Veranstaltungen im Fernsehen."

Eine weitere Rückmeldung vonseiten der BLM gab es seitdem nicht mehr – aller Wahrscheinlichkeit nach wird man in der o2 World also keinen Repräsentanten der Institution antreffen.

Die BLM nahm die UFC erstmalig Anfang 2010 ins Visier, als sie die Ausstrahlung mehrerer Formate der UFC bei Sport1, damals noch DSF, verbot. Die UFC wehrte sich juristisch, aufgrund diverser Unklarheiten zog sich das Prozedere allerdings über Jahre hin. Mittlerweile ist zumindest geklärt, dass UFC-Mutterfirma Zuffa LLC klageberechtigt ist und gegen das Verbot vorgehen kann. Das TV-Verbot wurde vom Münchner Verwaltungsgericht im vergangenen Oktober für rechtswidrig erklärt, die BLM ist anschließend in Berufung gegangen.