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BJ Penn: Ich will keinen Ärger, ich habe mich nur verteidigt.

BJ Penn (Foto: AXS TV)

BJ Penn stand jüngst erneut in den Schlagzeilen, nachdem Videos zeigten, wie er sich ein weiteres Mal außerhalb des Käfigs prügelte. Dabei wurde der Hawaiianer sogar auf offener Straße zu Boden geschlagen, kam dann jedoch wieder auf die Beine und brachte seinen Gegner zu Boden, wo er ihn kontrollierte. Nun hat sich der Hawaiianer zu Wort gemeldet.

In einem Interview mit dem kanadischen Portal TSN erklärte der frühere UFC-Champion, dass die Videos nicht den Vorfall wiedergeben würden und er nicht der Angreifer gewesen ist, sondern sich selbst nur verteidigt hat.

„Ich habe gerade eine Sorgerechts-Sache an der Backe und habe schon genug Ärger vom Sorgerechtsbeamten, ihren Anwälten und meinem Anwalt. Das Letzte, was ich derzeit will, ist noch mehr Ärger. Die Leute sagen, das wäre ein Türsteher gewesen, aber so war es nicht. Der Vorfall ist einfach passiert und ich habe mich dabei nur verteidigt und den Typen am Boden festgehalten. Ich kann weiteren Ärger derzeit nicht gebrauchen. Mein Sorgerechtsstreit hängt von all diesen Sachen ab. Man sieht sowas sonst nie, aber kaum bin ich in einem Sorgerechtsstreit passiert es mir gleich zwei Mal.“

Auf den beiden Videos sieht man BJ Penn erst auf offener Straße im Streit mit einem Mann, der erst versucht, den Hawaiianer zu Boden zu ringen. Nachdem das nicht klappt, fordert Penn den Mann auf, ihn zu schlagen, was dieser prompt tut und Penn ausknockt. In einem zweiten Video, dass danach aufgenommen sein soll, sieht man Penn und den Mann innerhalb der Bar auf dem Boden. Penn kontrolliert dabei seinen Gegner und landet Schläge.

Zwar sagte Penn nicht, wie der Streit zwischen den beiden entstand, räumte aber ein, dass sich die beiden Männer vorher schon gekannt hätten. Auch gab Penn zu, dass er bereits Alkohol getrunken hatte, dass soll aber keine Rolle gespielt haben. Ob sein „Gegner“ angetrunken war, ließ Penn offen. So schildert Penn die Vorkommnisse:

„Ich habe mich auf einem Konzert mit einem alten Jugendfreund getroffen und da war auch dieser Bekannte, der sich über irgendetwas aufgeregt hat. Keine Ahnung, ob jemand etwas gesagt oder ob es eine alte Geschichte ist, aber er wollte sich mit mir streiten. Ich habe abgesagt, wollte ihn beruhigen, er ist sogar vor die Tür gegangen, wo ich mir nur gedacht habe, dass es lächerlich wird. Ich wollte nur rausgehen, ihn beruhigen und dann das Konzert weiter genießen, es waren ja auch noch andere Freunde da.“

„Ich gehe also raus, will ihn umarmen und beruhigen und er schlägt mich zwei Mal. Ich versuche das nochmal und er schlägt mich wieder. Leider haben sie das Video in der Mitte geschnitten, denn der Teil, wo ich ihn umarmen will, fehlt komplett. Irgendwann meldet sich dann auch mein Adrenalin, nachdem er mich geschlagen hat und dann fordere ich ihn auf, mich nochmal zu schlagen. Ich habe gedacht, dass es für ihn dann auch mal gut ist. Aber er hat mich geschlagen, und zwar richtig. Hat mich umgehauen. Als ich wieder auf die Beine gekommen bin, wollte er es nochmal machen, da musste ich mich einfach verteidigen. Das ist das, was man im zweiten Video sieht.“

Der Hawaiianer will noch in diesem Jahr in den Käfig der UFC zurückkehren und gegen Nik Lentz seinen voraussichtlich letzten Kampf bestreiten. Damit solche Vorfälle nicht noch einmal passieren, denkt Penn sogar darüber nach, Bodyguards anzuheuern.

„Das letzte was ich will, ist mich auf der Straße zu prügeln. Jeder, der mich kennt, weiß, dass nicht rumlaufe und Leute herumschubse. Ich bin nicht mehr der Jüngste und will doch einfach nur mein Leben genießen. Vielleicht sollte ich mir Bodyguards besorgen, damit ich nicht mehr in solche Situationen gerate. Ich habe so viel um die Ohren. Ich muss mich auf meinen letzten Kampf vorbereiten, stehe kurz vor dem Trainingscamp, ich habe keinen Kopf für sowas.“