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Bisping will Revanche gegen „TRT-Betrüger”

Vitor Belfort und Michael Bisping (Foto: Tobias Bunnenberg/GNP1.de)

Vor fast genau zweieinhalb Jahren startete Vitor Belfort seine Siegesserie, die ihm im Mai dieses Jahres den Titelkampf gegen Chris Weidman einbrachte. Sein erstes Opfer damals: Michael Bisping. Der Engländer wurde von einem Head Kick an- und von weiteren Schlägen am Boden ausgeknockt. Seitdem hat sich viel getan und Bisping ist nach zwei Siegen in Folge wieder auf dem Weg nach oben. Ein Rückkampf gegen den Brasilianer steht dabei ganz oben auf dem Wunschzettel.

Insbesondere die Tatsache, dass Vitor Belfort beim gemeinsamen Kampf die mittlerweile untersagte Testosteron-Ersatz-Therapie (TRT) nutzen durfte, stößt Bisping auch zwei Jahre nach dem Kampf immer noch übel auf. „Als Kämpfer will man seine Niederlagen immer wett machen, vor allem wenn sie unter unlauteren Methoden zustande gekommen sind,” so der Engländer nach seinem Sieg über Thales Leites am vergangenen Samstag in Glasgow.

„Die haben alle schön ihre Testosteron-Ersatz-Therapie durchgezogen und Steroide genommen, der Rücken sieht aus wie eine Dartscheibe. Das sind betrügende Drecksäcke und Arschlöcher. Ich würde mich ihnen gerne noch einmal unter fairen Bedingungen stellen. Testet sie vor dem Trainingscamp, während des Camps und nach dem Kampf!” Nachvollziehbarer Ärger aus dem Hause Bisping, der von seinen sieben Niederlagen vier gegen Kämpfer erlitt, die entweder mit TRT behandelt wurden (Dan Henderson, Chael Sonnen) oder irgendwann im Verlauf ihrer Karriere positiv getestet wurden (Wanderlei Silva, Vitor Belfort, Sonnen).

Auch wenn die Kommissionen mittlerweile die Ersatztherapie untersagt und schärfere Dopingkontrollen eingeführt haben, bleibt TRT ein heikles Thema, zumal Belfort selbst ein Paradebeispiel ist. Vom Muskelpaket, dass nur wenige Minuten für Bisping, Henderson und Luke Rockhold brauchte, war im Titelkampf bei UFC 187 wenig zu sehen. Kein Wunder, dass da Stimmen laut werden, die Belforts Leistungen in Zweifel ziehen. Der Brasilianer nimmt die Kommentare erneut zur Kenntnis und würde Bispings Wunsch nach einem Rückkampf nicht im Wege stehen, wie er mit einer Instagram-Collage des ersten Aufeinandertreffens beweist:

„Viele Kämpfer denken, dass es reicht, schlecht über andere zu reden, um den eigenen Willen zu bekommen. Ich kämpfe seit 19 Jahren und hatte das nicht ein einziges Mal nötig. Heute reden die Leute darüber, ob ich TRT benutzt habe oder nicht und verstehen dabei aber nicht, dass sie mir jedes Mal neue Sponsoren verschaffen, wenn sie ihren Mund aufmachen. Ach ja: meine zwei Weltmeistertitel in der UFC  habe ich auch ohne TRT gewonnen. Wenn dieser Typ aus dem Foto (Bisping, Anm. d. Red.) nochmal einen Tritt und Schlag abbekommen will, ich bin dabei.”