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Bisping begrüßt Hendo-Rückkampf, nächster Gegner nicht Weidman

Michael Bisping (Foto: Dorian Szücs/GNP1.de)

2016 ist bisher das Jahr der Überraschungen: Miesha Tate bezwingt Holly Holm, Nate Diaz bringt Conor McGregor zur Aufgabe und selbst Dan Henderson sieht wieder aus wie 35. Doch keine dürfte bisher größer sein als der Titelgewinn von Michael Bisping bei UFC 199 Anfang Juni. Der Engländer krönte sich mit wenig Vorbereitung nach zehn harten UFC-Jahren gegen Luke Rockhold zum König des Mittelgewichts. Noch in diesem Jahr könnte der „Count“ die erste Titelverteidigung absolvieren. Nur gegen wen? Das ist die große Quizfrage, über die Bisping in der MMA Hour von Ariel Helwani plauderte.

„Ich bin kein junges Küken mehr,“ so Bisping. „Ich bin 37. Es ist nicht so, als ob ich noch zehn Jahre vor mir hätte. Es gibt Kämpfe, die gewisse Leute wollen. Es gibt gewisse Kämpfer, mit denen ich noch eine Rechnung offen habe und es gibt ein paar passende Herausforderer. Von daher gibt es einige Wege, die man einschlagen kann und einige Sichtweisen.“

Als erster Name fiel sogleich der von Ex-Champion Chris Weidman. Der New Yorker hätte ursprünglich im Hauptkampf von UFC 199 gegen Rockhold stehen sollen. Ein direkter Rückkampf, nachdem Weidman im Dezember den Titel gegen den Kalifornier abgeben musste. Obwohl sich Weidman zuletzt öffentlich über den Engländer ausließ, brachte Bisping Argumente gegen einen Titelkampf des anderen Silva-Besiegers vor.

„Ich weiß, Chris Weidman heult wie eine 12-Jährige auf Instagram rum, erzählt Mist über mich und beleidigt mich und dieses und jenes. Der Punkt ist, Chris hat gegen den Typen verloren, den ich gerade ausgeknockt habe. Er war nicht gegen mich angesetzt, sondern gegen Luke Rockhold. Wenn es nach mir geht, muss Weidman erst einmal einen Kampf gewinnen. Er ist raus aus der Rechnung. Weidman kommt aus einer Niederlage und du bekommst du keinen Titelkampf mit einer Niederlage im Rücken wenn du nicht Chael Sonnen heißt.“

Für Bisping befindet sich daher eher Ronaldo „Jacare“ Souza in der Verlosung. Er sei ein „sehr, sehr geeigneter Herausforderer“. Anders als Rockhold, den Bisping eher in einem Herausforderer-Kampf gegen Weidman sieht. Doch der Geheimfavorit trägt einen anderen Namen: Dan Henderson. Die beiden standen sich als TUF-Trainer bei UFC 100 gegenüber. Die Bilder sind bis heute in den Gedächtnissen der Fans eingebrannt. Henderson knockte Bisping aus und sprang mit einem weiteren heftigen Treffer auf den bereits bewusstlosen Engländer.

„Natürlich gibt es diese Gerüchte über Dan Henderson, die kamen aber aus dem Nichts. Henderson hat etwas getweetet, Joe Rogan ein Foto auf Instagram gepostet und scheinbar stößt das auf ein gutes Echo. Ich würde mich über diesen Kampf freuen. Es gibt keine Anfrage oder dergleichen, aber ich würde den Kampf machen weil sich jeder an UFC 100 erinnert. Dan Henderson hat immer noch das Bild als Logo, wie er über mir schwebt, während ich am Boden liege. Ich würde ihm gerne die Flügel stutzen.“

Egal, wie der Gegner am Ende auch heißt. Ob Henderson, Souza, Weidman, Rockhold oder sogar Romero, den Bisping nicht erwähnte, der Engländer hat einen Wunsch für seine Titelverteidigung: „Ich würde meinen Titel gerne im Laufe des Jahres in Manchester verteidigen.“

Europäische MMA-Fans sind garantiert dafür.