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Ben Rothwell: „Ich werde die Schwergewichtsklasse in Schutt und Asche legen“

Ben Rothwell (Foto: Tobias Bunnenberg)

Wer bisher in Ben Rothwell lediglich einen Gatekeeper im Schwergewicht sah, wurde bei der UFC Fight Night in Nerwark eines besseren belehrt. Im Co-Hauptkampf des Abends konnte er nicht nur Josh Barnett zur Aufgabe zwingen (GNP1 berichtete), sondern auch seine nunmehr vier Kämpfe umfassende Siegesserie ausbauen. Mit dieser Leistung gehört der 34-Jährige nun zu dem erlesenen Kreis derer, die sich in naher Zukunft berechtigte Hoffnungen auf einen Kampf um den Schwergewichtsgürtel machen dürfen. Für „Big Ben“ steht der Titelgewinn jedoch nicht an erster Stelle seiner Prioritätenliste.

Nach dem Desaster um UFC 196 (GNP1 berichtete) ist derzeit nicht klar, wann bei den schweren Jungs der UFC wieder um den Titel gekämpft wird und wer dabei Fabricio Werdum im Käfig gegenüber stehen wird. Mit vier Siegen in Folge, für die er zwei „Performance oft he Night“-Boni erhielt, hat Ben Rothwell mehr als nur ein Wörtchen bei der Vergabe mitzureden.

Rothwell selbst führt seine Siegesserie darauf zurück, dass er, im Gegensatz zu seinen Anfängen in der UFC, sein Potential derzeit voll ausschöpft: „Ich mache das schon sehr lange. Ich habe mir alles hart erarbeitet. Ich wäre sehr überrascht, wenn ich jetzt immer noch übersehen werden würde. Ich habe der Welt gezeigt, wozu ich fähig bin. Als ich in die UFC kam, habe ich immer abwechselnd gewonnen und verloren. […] Ich habe einfach nicht gezeigt, was ich kann.“

Im Gegensatz zu älteren Aussagen hielt sich „Big Ben“ auf der Pressekonferenz nach seinem großen Sieg bedeckt und ordnete ein Duell mit dem Weltmeister Fabricio Werdum anderen Zielen unter: „Der Gürtel ist für mich zweitrangig. Meine Priorität Nummer Eins ist, das gesamte Schwergewicht in Schutt und Asche zu legen. Heute Abend ging es nicht darum, zu lachen oder zu tanzen, sondern darum, ein Statement zu setzen. Das habe ich getan.“

Um dieses Ziel von seiner To-Do-Liste streichen zu können, muss Rothwell einige Niederlagen aus seiner Vergangenheit ausmerzen. Zu seinen Bezwingern zählt unter anderem der ehemalige Champion der Gewichtsklasse, Cain Velasquez. Sollte dessen Aufeinandertreffen mit Werdum nicht wie geplant über die Bühne gehen, wäre ein Rückkampf mit Rothwell ein legitimes Duell um den Platz des Top-Herausforderers.

„Nach meinen neun Niederlagen habe ich nie die Chance bekommen, nochmal gegen einen davon kämpfen zu dürfen.“ so Rothwell. „Wenn ich mich an einem rächen dürfte, wäre es Cain. Er hatte so lange den Gürtel, dass viele nicht darum kämpfen konnten. Von meinen Niederlagen würde es mir am meisten bedeuten, diese zu rächen.“

Sollte die UFC Rothwell jedoch direkt für einen Titelkampf einplanen, wäre Big Ben nicht abgeneigt: „Wenn sie ein paar Sachen drehen wollen und mich brauchen, werde ich Werdum zerstören und mir seinen Gürtel nehmen.“