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Ben Askren will keinen Lawler-Rückkampf: Ich habe gesehen, wie der Arm schlaff wurde.

Ben Askren (Foto: ZUFFA LLC)

Es war eine Achterbahn der Gefühle für UFC-Neuzugang Ben Askren gegen Ex-Champion Robbie Lawler. Erst ging er fast K.o., dann sicherte er sich den Sieg mit einem Bulldog-Choke, auch wenn die Debatte, ob Lawler bewusstlos war, seit Ende des Kampfes tobt.

„Ich fühle mich großartig“, sagte Askren nach dem Kampf auf der Pressekonferenz. „Ich bin da rausgegangen und habe meinen Job erledigt. Ich habe mir das Video noch einmal angeschaut. Der Arm wird schlaff. Ich weiß, dass er gesagt hat, dass er da entspannt den Arm ablegt, aber welcher Mensch bei Bewusstsein macht das denn in der Situation so? Sowas passiert einfach nicht.“

Der Ringer wurde schon nach wenigen Sekunden von Lawler mit einem brachialen Wurf auf die Matte geschleudert und ging nach den anschließenden harten Treffern fast K.o. Glück für „Funky“, dass Dean es an dieser Stelle weiterlaufen ließ und nicht direkt abbrach.

„Darüber habe ich mir keine Gedanken gemacht“, so Askren. „Eigentlich war mein Einstieg sehr schön. Ich hatte fast seinen Rücken, aber dann hat er irgendwie seinen Arm befreit und ist sehr schnell hoch und runtergegangen. Er ist verflucht stark. Ich hatte keine Zeit, mich neu zu positionieren, also bin ich auf meinem Kopf gelandet und dabei konnte er auch noch mein Handgelenk einklemmen. Deswegen konnte er seine harten Schläge landen, ich konnte mich in der Position nicht verteidigen. Es hat ein bisschen gedauert, bis ich mich befreit habe, aber sobald ich draußen war, konnte ich mich wieder hochkämpfen, ihn runternehmen und dann hatte ich den Choke.“

Für Robbie Lawler kein klares Ergebnis. Der Ex-Champion erklärte, dass er zu jeder Zeit bei Bewusstsein war und weiterkämpfen konnte. Sein Ärger auf Herb Dean wich jedoch schon Sekunden nach dem Kampf.

„Scheiße passiert“, sagte Lawler. „Als er nach mir geschaut hat, habe ich eigentlich ein klares Zeichen gemacht. Aber ich konnte ihn wegen dem Choke nicht hören. Ich lasse meinen Arm nicht einfach so hängen, sondern habe die Hand auf die Matte gelegt und ihm den Daumen nach oben gezeigt, als er das geprüft hat. Nach dem Abbruch habe ich ihn angeschaut und nur gefragt, was das sollte, weil es mir gut ging. Aber sowas passiert. Herb Dean ist ein verdammt guter Ringrichter, er hat einfach einen Fehler gemacht. Ich würde es gerne nochmal versuchen. Ich bin keiner, der Ausreden sucht. Leute machen Fehler und ich bin keiner, der wegen so einem Scheiß rumheult.“

Ob er seinen Wunsch bekommt, wird allein von der UFC abhängen, da die Kommission die Bewertung von Herb Dean stützt. UFC-Präsident Dana White sprach schon von einem Rückkampf, Askren hat jedoch schon andere Pläne.

„Ich passe“, sagte der Ringer. „Ich wollte von vornherein nicht gegen Robbie kämpfen. Ich kann ihn sehr gut leiden, es ergibt keinen Sinn, zu kämpfen. Ich habe ein Flugticket nach London. Ich höre, sie wollen Marty gegen Colby stellen. Das nervt, keiner mag Colby, schmeißt ihn bitte einfach raus. Ich dachte, sie tauschen ihn vielleicht für jemanden ein. Jedenfalls fliege ich nach London und schaue mir Till gegen Masvidal an. Der Sieger könnte in den Top 3 landen und gegen ihn möchte ich antreten.“