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Ben Askren: Gibt nichts Schlimmeres, als sich zu verstecken!

Ben Askren (Foto: Alexander Petzel-Gligorea/GNP1.de)

In drei Wochen steht Ben Askren schon wieder im Käfig. Ein schnelles Comeback nach seiner brutalen Niederlage gegen Jorge Masvidal bei UFC 239, als er schon nach Sekunden von einem Flying Knee erwischt wurde. Für den Ringer ist die schnelle Rückkehr auch ein klares Zeichen, dass er ganz nüchtern mit seiner Niederlage umgeht. Denn sich zurückzuziehen, kommt für Askren nicht in Frage.

„Ich denke, es gibt nichts Schlimmeres, als sich zu verstecken“, sagte Ben Askren in einem Interview mit MMAFighting. „Ich meine, wenn man ein abschreckendes Beispiel haben möchte, dann wohl am ehesten Ronda Rousey. Dieser Mangel an Offenheit hat bei ihr dazu geführt, dass alle anderen mit Spekulationen angefangen haben. Wenn sie da sofort klaren Tisch macht, schiebt sie den Spekulationen sofort einen Riegel vor.“

Askren kassierte gegen Masvidal nicht nur eine heftige Niederlage, es war gleichzeitig auch seine erste überhaupt im MMA-Sport, nachdem er zuvor bei Bellator und ONE ungeschlagen zum Champion wurde, bevor er zur UFC wechselte. Anders als Rousey, die sich nach Kampfansagen im Vorfeld im Anschluss an ihre erste Niederlage gegen Holly Holm vor der Presse zurückzog, will Askren lieber mitbestimmen, wie über seine Karriere berichtet und geschrieben wird.

„Ich will, dass meine Geschichte so erzählt wird, wie ich sie erzählen möchte. Wenn man sich verkriecht, wird jeder eine Meinung dazu haben, was man als nächstes machen wird. Sowas passiert. Es gehört zum Sport und zum Leben dazu. Niederlagen passieren. Ich denke, man geht am besten damit um, indem man es einfach abhakt und nach vorne blickt.“

Denn der heftige Knockout gegen Masvidal ließ auch bei Askren Fragen nach der Zukunft aufkommen. Immerhin hatte er vor seinem Wechsel zur UFC schon einmal die Karriere auf Eis gelegt. Der Knockout sah auf den Bildern jedoch härter aus, als er wohl für Askren war. So kam auch die frühe Rückkehr in den Käfig zustande.

„Ich denke, er hat mich eher am Nacken erwischt, ich hatte nämlich keine Kopfschmerzen oder Ähnliches“, so Askren weiter. „Sie haben mir 45 Tage Sperre gegeben, daran habe ich mich gehalten, aber eine Woche später kam die UFC schon mit dem Angebot für den Hauptkampf in Singapur. Ich habe mit ein paar Freunden gesprochen, Medizinern mit Erfahrung mit Schädel-Hirn-Traumata und die haben mir gesagt, dass ich es machen kann.“

Denn Askren ist sich bewusst, dass seine Karriere irgendwann vorbei ist. Bisher hatte der Amerikaner wenig Erfahrung mit Knockouts, doch sollten sich diese häufen oder Folgeschäden aus den Kämpfen auftreten, könnte er auch von einem Tag auf den anderen aufhören.

„Ich habe in den bisherigen Kämpfen meiner Karriere sehr wenig Schaden genommen. Aber wenn ich irgendwann vor die Wahl gestellt werde, weiterzukämpfen oder am Leben meines Kindes teilzuhaben und meine Geschäfte zu leiten, wähle ich offensichtlich Letzteres. Dort kann ich auch zukünftig Erfolg haben, genau wie ich es im Kampfsport bisher hatte.“

Ben Askren steht am 26. Oktober im Hauptkampf der UFC Fight Night in Singapur Demian Maia gegenüber.