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Ben Askren erklärt Rücktritt vom Kampfsport

Ben Askren (Foto: Alexander Petzel-Gligorea/GNP1.de)

Ben Askrens UFC- und MMA-Karriere ist vorbei. Der 35-jährige Ringer kündigte am Montag sein Karriereende an. Askren kam vor einem Jahr im Tausch für Demetrious Johnson von ONE Championship zur UFC und hoffte eine Titelchance, die sich ihm jedoch nicht mehr bot. Stattdessen muss er nach drei Kämpfen in der UFC aufgrund von Hüftproblemen seine Karriere beenden.

„Ich beende meine Karriere im MMA-Sport“, erklärte Askren bei Ariel Helwanis MMA Show. „Ehrlich gesagt, beende ich meine Karriere generell. Ich habe Hüftprobleme. Ich habe mit meinen Ärzten geredet und ich benötige eine künstliche Hüfte. Das wars für mich. Ich habe eine Woche lang darüber nachgedacht, was ich sagen soll und ich bin sehr dankbar für die Karriere, die mir ermöglicht wurde, auch wenn es am Ende offensichtlich nicht so ausgegangen ist, wie ich mir das erhofft habe.“

Askren begann seine Karriere als Ringer am College von Missouri, wo er gemeinsam mit Tyron Woodley für Furore sorgte, 153 seiner 161 Kämpfe gewann und vier Mal die Auszeichnung als All-American erhielt. 2008 vertrat er die USA bei den Olympischen Sommerspielen in Beijing und schied in der zweiten Runde aus. Anschließend wechselte er zum MMA, wo er schnell von Bellator unter Vertrag genommen wurde.

Askren gewann dabei schon im zweiten Profi-Jahr das Turnier im Weltergewicht und in seinem siebten Kampf den Titel von Bellator, den er in der Folge vier Mal verteidigte und dabei etwa Andrey Koreshkov und Karl Amoussou stoppte. Nachdem sein Vertrag auslief und er kurz mit der UFC verhandelte, um gegen Georges St. Pierre zu kämpfen, unterschrieb Askren bei ONE Championship, wo er ebenfalls den Titel im Weltergewicht gewann und mehrfach verteidigte.

Nachdem ihm die Gegner ausgingen, zog sich Askren Ende 2018 nach einem Sieg über Shinya Aoki das erste Mal vom Kampfsport zurück. Sein Comeback feierte der Unbesiegte er dann in der UFC, nachdem er im Tausch für Demetrious Johnson die Fronten wechselte. Der Publikumsliebling besiegte dabei im März Robbie Lawler in einem kontroversen Kampf, der aufgrund einer vermeintlichen Aufgabe Lawlers verfrüht abgebrochen wurde.

Es sollte Askrens einziger UFC-Sieg sein. Der lautstarke Ringer hatte sich in den ersten Monaten im UFC-Kader mit einigen Kollegen angelegt, schließlich erhielt Jorge Masvidal den Kampf und feierte mit einem 5-Sekunden-Knockout per Flying Knee das Highlight des Jahres. Askren kehrte im Oktober ein letztes Mal in den Käfig zurück und musste sich in einem spannenden Duell zweier Grappler Demian Maia geschlagen geben. Nun verhindert eine kaputte Hüfte weitere Kämpfe, doch sie soll nicht an den Niederlagen schuld sein.

„Die Leute sollen nicht denken, dass ich die Hüftverletzung als Ausrede für meine Niederlagen anführe. Ich habe verloren, weil ich nicht gut genug war, so einfach ist das. Meine Gegner haben mich besiegt, weil sie besser waren. Ich will, dass die Leute das wissen. Es ist mir in den letzten Tagen sehr nahe gegangen, weil ich darüber nachgedacht habe, wie viele großartige Erfahrungen ich machen konnte und wie glücklich ich mich schätzen kann, diese Erfolge gehabt zu haben“, so Askren.