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Bellator-Debüt bleibt aus: Herzleiden bei Chris Leben entdeckt

Chris Leben

Chris Leben gehörte lange Zeit zu den beliebtesten Kämpfern der UFC. Der Amerikaner mit den auffälligen Tätowierungen, Haarfarben und Fingernägeln war neun Jahre lang Teil des UFC-Kaders. Nach seiner 2013-Niederlage gegen Uriah Hall, gab er Anfang 2014 sein Karriereende bekannt. Bellator MMA holte ihn dieses Jahr aus der Rente (GNP1.de berichtete), der geplante Auftritt für die Konkurrenz der UFC fällt allerdings aus. Leben hat mit Herzproblemen zu kämpfen.

Eine Schocknachricht für den „Bad Boy“, der 2005 über die erste Staffel von „The Ultimate Fighter“ in die UFC gekommen war. Eine ärztliche Untersuchung stellte bei ihm eine Herzinsuffizienz fest. Der Blutfluss zum Herzen beträgt nur 18 Prozent.

„Wir sind betrübt über Chris Lebens Gesundheitszustand“, erklärte Bellator-Präsident Scott Coker. „Wir hätten ihn sehr gerne bei uns in Aktion treten sehen, aber die Gesundheit des Kämpfers steht im Vordergrund. Wir wünschen ihm für seine Zukunft nur das Beste.“

In den ärztlichen Untersuchungen vor seinem Bellator-Debüt wurde eine Herzanomalie entdeckt, die von den Ärzten als Lebensgefährlich eingestuft wurde. Lebens linke Herzkammer war überdimensioniert, unförmig und funktioniere nicht richtig, so die Mediziner. Derzeit wird der 35-Jährige medikamentös behandelt, es ist jedoch auch die Rede von einer möglichen Herztransplantation. Die Herzprobleme sind auf seinen früheren Drogenmissbrauch und Steroidkonsum zurückzuführen.

Leben konnte in der UFC unter anderem Siege über Patrick Cote, Yoshihiro Akiyama und, wahrscheinlich sein größter Erfolg bis heute, Wanderlei Silva feiern. Diese Leistung bei UFC 132 war gleichzeitig auch der Anfang vom Ende Lebens in der UFC.

Nach Ende seiner aktiven Karriere konzentrierte sich Leben auf sein Gym auf Hawaii, geriet aber erneut mit dem Gesetz in Konflikt, nachdem er ins Haus seiner Ex-Frau eindrang. Zuletzt ging Leben unter die Autoren und veröffentlichte seine Memoiren „The Crippler: Cage Fighting and My Life on the Edge”, in welcher Leben auch über seine Drogenprobleme berichtete.