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Ariel Helwani lebenslang von UFC-Veranstaltungen ausgeschlossen

Ariel Helwani muss um seine Zukunft bangen. (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Ariel Helwani ist vielen MMA-Fans durch Formate wie „MMA Insider“ oder „The MMA Hour“ ein Begriff. Der Kanadier gilt, auch dank zahlreicher Auszeichnungen, als einer der prägendsten und besten Journalisten im MMA-Sport. Ob Helwani diesen Status in Zukunft aufrecht erhalten kann, ist seit letzter Nacht äußerst fraglich. Bei UFC 199 wurde er während des Hauptprogramms zusammen mit einigen Mitarbeitern aus der Halle geworfen, nachdem er Neuigkeiten über die Rückkehr von Brock Lesnar ins Octagon (GNP1.de berichtete) veröffentlicht hatte. Doch der Rausschmiss soll nicht die einzige Konsequenz für Helwani bleiben.

Von vielen als Lückenfüller vor UFC 200 abgetan, hatte UFC 199 mehr als nur ein Programm voller vorzeitiger Kampfausgänge zu bieten. Neben dem Überraschungssieg von Michael Bisping und der Ankündigung des Rückkampfes zwischen Conor McGregor und Nate Diaz (GNP1.de berichtete), sorgte vor allem eine Nachricht für Erstaunen: Ariel Helwani wird kurz vor dem Hauptkampf aus der Halle geworfen und lebenslang von jeglichen Veranstaltungen der UFC ausgeschlossen.

Der Grund für die harte Gangart der UFC soll die Berichterstattung Helwanis über das Comeback von Brock Lesnar sein. Vor der Bekanntgabe durch die UFC veröffentlichte der 33-Jährige diese Nachricht bereits, womit er die Verantwortlichen zu einem eigenen Statement zwang. Selbst wichtige Mitarbeiter der weltweit größten MMA-Organisation wirkten überrascht über dieser Neuigkeiten. Vize-Präsident für Öffentlichkeitsarbeit Dave Sholler äußerte sich auf der Pressekonferenz wie folgt: „Ich arbeite seit acht Jahren für die UFC und WEC und noch nie war ich so überrascht von einer Neuigkeit.“ Auch Joe Rogan schien für seine Position als Kommentator der Veranstaltung über wenige Informationen zu verfügen. „Wieso weiß ich davon nichts?“, so Rogan live während UFC 199.

Über seinen Twitter Account brachte Helwani nach der Veranstaltung etwas Licht ins Dunkel: „Ich wurde von Zuffa-Mitarbeitern vor dem Hauptkampf aus der Halle begleitet. Deshalb habe ich nicht gesehen, wie Bisping seinen Traum wahr gemacht hat. Zwei meiner Mitarbeiter mussten mich begleiten. Ich wünschte, sie hätten nicht mit mir gehen müssen. Sie haben nichts getan.“

Ob die UFC an der ausgesprochenen Strafe festhalten wird, ist fraglich. Auf angesprochener Pressekonferenz wollte sich Dave Sholler zu dieser Thematik nicht äußern. Helwani selbst hofft auf eine Versöhnung, nachdem sich die erhitzten Gemüter beruhigt haben.

„Ich liebe diesen Sport und meinen Beruf von ganzem Herzen. Ich habe nichts Unethisches getan. Ich habe nur über Neuigkeiten berichtet, das ist alles. Dann wird mir gesagt, dass ich lebenslang (von UFC-Veranstaltungen) ausgeschlossen bin. Ich hoffe wirklich, dass sich die Vernunft durchsetzt. Ich liebe jeden Kämpfer und jeden Fan dieses Sports. Ihr habt mir geholfen, meinen Traum wahr zu machen. Ich danke euch.“

Ein Statement seitens der UFC wird in den kommenden Tagen erwartet.