UFC News

Anthony Smith: Jeder glaubt, Jones macht mich in Runde 1 fertig. Großartig!

Anthony Smith (Foto: Dorian Szücs/GNP1.de)

Am 2. März bekommt Anthony Smith voraussichtlich die größte Chance seiner MMA-Karriere, wenn er in Las Vegas auf Jon Jones trifft und um den UFC-Titel kämpfen wird. Der Amerikaner, der seine letzten drei Kämpfe allesamt vorzeitig gewonnen hat, sieht sich selbst nicht als großer Außenseiter, sondern ist überrascht, dass jeder von einem schnellen Jones-Sieg ausgeht.

„Es ist verdammt großartig, dass diese ganzen Leute davon ausgehen, dass mich Jones in der ersten Runde fertig macht“, sagte Smith in einem Interview bei MMAJunkie.com. „Er schlägt nicht härter als Oezdemir oder Lombard, er ringt nicht besser als die Leute, die ich schon vor mir hatte und er hat auch nicht das bessere Jiu-Jitsu. Er kombiniert das alles besser als jeder andere in diesem Sport, aber sein letzter Kampf hat mich nicht gerade umgehauen.“

Jones besiegte am 29. Dezember bei UFC 232 den Schweden Alexander Gustafsson. Nachdem der frühere Champion zu Beginn mit Leg Kicks attackierte, brachte er Gustafsson in der dritten Runde zu Boden und beendete den Kampf dort durch hartes Ground and Pound. Smith zeigt sich unbeeindruckt davon.

„Es war eine fantastische Performance, versteht mich nicht falsch“, so Smith weiter. „Aber er hat nichts gezeigt, womit ich nicht umgehen kann. Ich habe da einen Kämpfer gesehen, der Lücken hat, die man ausnutzen kann, wenn man es richtig anstellt. Und er war nicht ansatzweise so arrogant wie früher. Jon ist so arrogant und realitätsfern in seinem Glauben an die eigene Unbesiegbarkeit, dass es zum Vorteil für ihn wird und er die Illusion schafft, dass er tatsächlich nicht zu schlagen ist. Er kämpft mit dieser kompletten Arroganz und Nichtbeachtung seiner Gegner. Aber wenn er das verliert, ist er sehr angreifbar.“

Und Smith will Jones diese Arroganz im Käfig nehmen und zum ersten MMA-Kämpfer der Geschichte werden, der Jon Jones im Kampf besiegt. Zwar hat „Bones“ eine Niederlage in der Bilanz stehen, diese resultiert aber aus einer Disqualifikation aus einem Kampf gegen Matt Hamill. Seitdem stand sich Jones nur selbst im Weg, keiner seiner Gegner konnte ihn knacken.

„Jon ist so ein Kämpfer, der in einer Gefahrensituation aufblüht und ich denke, dass wird irgendwann schlecht für ihn ausgehen“, sagte Smith. „Er kämpft einfach zu verrückt. Du kannst nicht immer so leichtsinnig kämpfen, irgendwann wird ihn jemand erwischen und ich glaube, ich bin der Typ. Keiner glaubt, dass er die Antwort auf ihn hat. Ich brauche keine Antwort. Ich gehe da rein und ziehe wie immer einfach mein Ding durch. Ich brauche keinen Stil oder Gameplan, ich werde einfach kämpfen!“

Am 2. März kann Smith dann zeigen, ob er die Lücken bei Jon Jones finden und ausnutzen kann. Gesetz des Falles, dass Jones von der NSAC eine Lizenz für den Kampf erhält. Das entscheidet sich im Verlauf des Januars bei einer Anhörung der Kommission.