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Anthony Pettis: „Habe mich zuletzt zu sehr auf Takedown-Abwehr konzentriert“

Anthony Pettis (Foto: Tobias Bunnenberg)

Vor vier Jahren stand Anthony Pettis noch an der Spitze im Leichtgewicht der UFC, mit dem Verlust des Titels an Rafael dos Anjos wurde jedoch eine Durststrecke in der Karriere des 31-Jährigen eingeleitet, aus der er sich bislang nicht so recht befreien konnte. Am Wochenende kehrte Pettis mit einem Submission-Sieg gegen Michael Chiesa bei UFC 226 auf die Erfolgsspur zurück. Anschließend erklärte er, warum es zuletzt nicht so gut für ihn gelaufen ist.

„Es fühlt sich gut an, selbstsicher in den Kampf gehen zu können“, sagte Pettis. „Ich bin in den Kampf gegangen, ohne mir um Takedowns Sorgen machen zu müssen. Bringt er mich runter, ist es kein Problem für mich. Ich hatte Jiu Jitsu für ihn parat und das habe ich im Kampf gezeigt.“

Der Bodenkampf habe ihm in der Vergangenheit Kopfzerbrechen bereitet. Zu häufig hatte er es darauf abgezielt, seine Kämpfe im Stand zu halten und habe damit sein Potenzial im Stand nicht voll ausschöpfen können. Deshalb wurden im Training einige Sachen umgestellt.

„Ich hatte einfach genug vom Verlieren“, sagte Pettis. „Ich wusste, dass ich besser als die ganzen Leute bin, gegen die ich verloren habe. Ich hatte mich einfach von meinem Element entfernt. Ich konnte mich nicht nur auf die Takedowns konzentrieren, denn das hat mich von meinen Striking-Fähigkeiten und meinem BJJ ferngehalten. Wir haben (in der Vergangenheit viel) Ringen trainiert, aber das ist einfach nichts für mich. Natürlich muss ich davon ein bisschen etwas können. Heute war meine Takedown-Abwehr aber besser als in meinen letzten Kämpfen, wo ich speziell darauf trainiert hatte.“

Mit einem starken Sieg im Gepäck will Pettis nun wieder an den Gipfel der Gewichtsklasse vorstoßen. Auf dem Weg dahin will er ein paar alte Rechnungen begleichen.

„Ich will gegen die Leute kämpfen, gegen die ich verloren habe – Eddie Alvarez, Dustin Poirier, einer von denen“, so Pettis. „Ich will noch einmal gegen sie kämpfen.“