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Anthony Pettis: „Conor McGregor sucht nach einem Rettungsanker im Leben“

Anthony Pettis (Foto: Elias Stefanescu)

Erneuter Wirbel um den UFC-Federgewichtsweltmeister Conor McGregor: Nachdem der Ire auf der ersten Pressekonferenz vor UFC 200 nicht erschienen war und daraufhin sein Kampf gegen Nate Diaz abgesagt wurde, setzte er nun über Twitter einen Tweet ab, der eine Einigung mit der UFC verlauten ließ. Diese Ankündigung wurde jedoch nur kurze Zeit später von UFC-Präsident Dana White für inkorrekt erklärt. Selbst eingefleischte Fans des charismatischen Mannes aus Dublin verlieren nach den jüngsten Vorkommnissen langsam aber sicher die Geduld mit ihrem Liebling. Zumindest einer zeigt Verständnis für das Verhalten des Iren: Anthony Pettis.

„Ich kann ihn irgendwie verstehen“, so Pettis. „Vielleicht ist er einfach ausgebrannt, er hatte in kurzer Zeit viele Kämpfe. Er hat eine Welt-Tour für den Aldo-Kampf gemacht und dann nochmal das Gleiche mit Rafael Dos Anjos. Aber drei Monate vor dem Kampf, das ist noch eine Menge Zeit. Sie verlangen also nichts Unrealistisches, das ist alles normales Zeug. Alle Athleten, alle Kämpfer machen das. Wir planen das ein.“

Pettis, seines Zeichens selbst ehemaliger Titelträger der WEC und UFC, kann sich sehr gut in die Situation von McGregor einfühlen. Seine Niederlage gegen Edson Barboza ist bereits die dritte in Folge, nachdem er vor nur einem Jahr seinen Leichtgewichtstitel an Rafael Dos Anjos abgeben musste.

„Ich weiß wie es sich anfühlt, von einer Niederlage zurückzukommen. Er will seine Zeit mit Training verbringen. Das ist genau das, was Conor McGregor zu Conor McGregor gemacht hat. Er kann gut reden und musste sehr hart arbeiten, um dahin zu kommen, wo er jetzt ist. Nach dieser Niederlage sucht er jetzt einen Rettungsanker. Da liegen seine Trainer als Rettungsanker nahe, an sie wendest du dich zuerst. Trainer sagen dir, dass du das alles vergessen sollst und dich auf das konzentrieren musst, was dich an die Spitze gebracht hat. Darüber denkt er nach. Das würde ich denken. Das habe ich gedacht, als ich den Gürtel verloren habe. Einfach alles vergessen und zurück ins Gym gehen. Zurück zur Basis gehen und das tun, was dich in diese Position gebracht hat. Und das ist einfach harte Arbeit im Gym."