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Anthony Johnson mit erneutem frauenfeindlichen Übergriff

Anthony Johnson (Foto: Dorian Szücs/GNP1.de)

Wenige Wochen vor seinem nächsten Kampf bei UFC 191 sorgt Anthony „Rumble“ Johnson wieder für Negativschlagzeilen. Der bereits mehrfach wegen Übergriffen und gewalttätigem Verhalten gegen Frauen in die Kritik geratene 31-Jährige ist erneut durchgedreht. Ihm wird vorgeworfen eine Frau im Fitnessstudio beleidigt und bedroht zu haben.

Berichten zufolge hatte sich Anthony Johnson (19-5) beim Krafttraining im Hantelbereich mit einer Frau gestritten, die in unmittelbarer Nähe auf ihrer Matte Yoga betrieb und sich vom MMA-Kämpfer dabei gestört fühlte. Die Auseinandersetzung eskalierte soweit, dass Johnson die Yoga-Matte durch das Gym warf und die Frau sich unter Tränen an die Mitarbeiter des Studios wandte. 

Doch damit nicht genug: Auf Facebook verglich er den Körper der Frau mit einem Sack getrocknetem Hundefutter und drohte ihr, sollte sie ihm noch einmal in die Quere kommen.

Einen Tag darauf folgte die späte Einsicht: Der Hass-Beitrag auf Facebook wurde gelöscht. Johnson entschuldigte sich zudem für den Wutausbruch und die frauenfeindlichen Beleidigungen vom Vortag auf Twitter: „Ich hätte nicht so ausrasten dürfen, aber ich bin auch nur ein Mensch.“

Wahrscheinlich würde der ganzen Sache deutlich weniger Gewicht beigemessen, wäre Johnson nicht einschlägig vorbelastet. Bereits 2009 stand er unter Anklage, sich gewaltsam Zutritt zum Haus seiner Ex-Freundin verschafft und diese angegriffen zu haben. 2014 folgten Vorwürfe einer weiteren ehemaligen Beziehung von ihm, sie belästigt zu haben.

Im Herbst 2014 sperrte die UFC ihn zunächst unbefristet, nachdem die Mutter seiner beiden Kinder von schweren körperlichen Misshandlungen, die sie Jahre zuvor durch ihn erfahren hatte, berichtete. Die Sperre wurde aufgehoben, nachdem die Anklage zurückgezogen wurde.

Was bleibt ist der bittere Beigeschmack, dass der US-Amerikaner insbesondere dem anderen Geschlecht gegenüber häufiger außer Kontrolle gerät und zu Handgreiflichkeiten neigt.

Die UFC reagierte mittlerweile auf den neusten Vorfall und gab bekannt, ihn von einer externen Rechtanwaltskanzlei untersuchen zu lassen. Solche Situationen würden ernst genommen und sobald konkretere Informationen vorlägen, würde auch angemessen gehandelt werden, lautete das offizielle Statement.

Über Konsequenzen zum bevorstehenden Duell gegen Jimi Manuwa (15-1) am 5. September bei UFC 191 wurde bisher noch nicht gesprochen.