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Anthony Johnson: „Alexander Gustafsson tut mir leid!“

Anthony Johnson (Foto: Dorian Szücs/Groundandpound.de)

Vor knapp einem Monat ließ Anthony Johnson Alexander Gustafsson bei dessen Heimspiel in der Tele2 Arena bei UFC on FOX 14 keine Chance und überrollte den Schweden-Star in der ersten Runde. Mit seinem Sieg stahl das Blackzilian-Mitglied dem Skandinavier nicht nur die Show an jenem denkwürdigen Abend, sondern auch die Chance, in einem Rückkampf gegen Titelträger Jon Jones den Gürtel im Halbschwergewicht zu gewinnen. In einem Interview gestand „Rumble“ nun, dass ihm der Schwede nach dessen bitterer Niederlage leid tut.

„Wir wissen ja alle, wie die Abmachung im Vorfeld des Kampfes lautete. Er (Gustafsson) sollte seinen Rückkampf bekommen, hat sich dann aber verletzt. Danach hat sich die Fehde zwischen Jon Jones und Daniel Cormier immer mehr zugespitzt und obwohl sich DC meines Wissens eine Verletzung zuzog, haben sie es bei der neuen Ansetzung belassen“, so Johnson. „Eigentlich hätte Alex kämpfen sollen, aber das ist eben die UFC. Es ist ihr Geschäft.

Für ihn tut es mir nur leid, denn er hat für seine zweite Chance auf den Titel alles gegeben. Das waren auch meine Gedanken, als ich ihn weinen sah. Ich fühlte mich schlecht.“

Eine Sache die in „Rumbles“ Gedanken keine Rolle spielt, ist der vermeintliche Kopfstoß in dessen Folge der Schwede von ihm zu Boden geschickt wurde. Johnson ist sich sicher, dass es einen solchen Zusammenstoß nicht gegeben hat.

„Es gab da keinen Kopfstoß. Ich kann mich nicht mal erinnern, ihn berührt zu haben“, äußerte sich „AJ“ zur viel diskutierten Szene. „Sogar Gus sagt, dass er keinen Kopfstoß bemerkt hat. Wenn ich mir die Wiederholung aus dem einen Blinkwinkel ansehe, kann ich allerdings nachvollziehen, warum viele Leute davon sprechen. Wäre es aber einer gewesen, hätte ich mich dafür entschuldigt, weil jeder weiß, dass ich kein unsauberer Kämpfer bin.“

Die UFC sucht indes nach einem Termin im Mai, um den Kampf zwischen Johnson und Titelträger Jon Jones realisieren zu können. Noch vor ein paar Jahren war ein Titelkampf im Halbschwergewicht mit „Rumbles“ Beteiligung undenkbar. Insgesamt zehn Mal kämpfte der frischgebackene Herausforderer als überdimensioniertes Weltergewicht und verpasste es mehrfach, das Gewichtslimit einzuhalten. Als er vor einem Kampf im Jahr 2012 das Limit um mehr als 10 amerikanische Pfund verpasste, hatten die Offiziellen genug und entließen den mittlerweile 30-jährigen aus der UFC.

Nachdem er in der Zwischenzeit außerhalb der MMA-Königklasse für Furore sorgen konnte und letztlich im Halbschwergewicht sein neues Zuhause fand, bekam Johnson im vergangenen Jahr erneut die Möglichkeit sein Können im Octagon zu zeigen. Zurück auf der großen Bühne, konnte er Phil Davis beinahe mühelos bezwingen. In seinem zweiten Kampf nach seiner Rückkehr bezwang „AJ“  Antonio Rogerio Nogueria in unter einer Minute, ehe er zuletzt auch Alexander Gustafsson überrollte.

Eine der wenigen Konstanten in Johnsons Karriere ist seine schiere Kraft, die ihn seit jeher auszeichnete. Und wenn es etwas gibt, mit dem Jon Jones im Octagon bisweilen noch nicht konfrontiert wurde, dann ist es zweifelsohne die Schlagkraft, die „Rumble“ mitbringt. Darauf angesprochen, gibt sich das Halbschwergewicht allerdings gewohnt zurückhaltend.

„Er hat gegen die Besten der Besten gekämpft.  Vielleicht hatte von denen keiner dieselbe K.o.-Power wie ich in den Händen, aber er kennt jeden Stil. Er hat das alles schon mal gesehen.“