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Angst vor Kicks: Anderson Silva nimmt Psychologen zur Hilfe

Anderson Silva (Foto: Tobias Bunnenberg/Groundandpound.de)

Dreizehn Monate nach seiner furchtbaren Verletzung, die er sich in seinem letzten Kampf gegen Titelträger Chris Weidman bei UFC 168 in Las Vegas zuzog, steigt Anderson Silva bereits wieder ins Octagon. Im Hauptkampf von UFC 183 trifft er am 31. Januar 2015 auf Nick Diaz. Sein volles Potenzial kann „The Spider“ im Training bislang nach eigener Aussage noch nicht wieder ausschöpfen. Zu sehr verfolgen ihn die Erinnerungen an seine schlimme Beinverletzung.

„Ich habe keine Schmerzen“, so Silva in einem Interview mit der brasilianischen Website Fantastico. „Ich fühle mich gut und durch das viele Training ist die alte Stärke wieder zurück. Das Schwierigste ist es allerdings, die Kicks so zu landen wie ich es vorher getan habe.“

Bereits im Juni äußerte der behandelnde Arzt des 39-jährigen Brasilianers, dass dieser sich beim Ausführen seiner Tritte noch unsicher fühlen würde, diese Bedenken nach einer so schweren Verletzung allerdings vollkommen normal seien.

„Ich habe mir psychologischen Beistand geholt, damit ich die Bilder vom damaligen Kampf und der Verletzung aus dem Kopf bekomme“, erklärte Silva. „Ich weiß zwar, dass ich die Bewegung problemlos hinbekomme, bin dabei allerdings noch immer zurückhaltend. Diese Angst ist aber vollkommen normal, denn so einen Schmerz wie damals möchte ich nie wieder spüren müssen.“

Das Aufeinandertreffen mit dem ehemaligen Strikeforce-Champion und Fan-Liebling Nick Diaz ist einer der wenigen Kämpfe in Silvas UFC-Karriere, in dem kein Titel auf dem Spiel steht und auch nach einem möglichen Erfolg gegen den Kalifornier, möchte der ehemalige Mittelgewichtsweltmeister nicht um den Titel kämpfen: „Ich bin darüber hinweg, unbedingt Champion sein zu müssen. Es ist doch so: Es gab nur einen Ayrton Senna, es gibt nur einen Pelé und genau so wird es nur einen Anderson Silva geben. Es gibt Leute, die mich an der Spitze gesehen haben und andere, die dies nicht taten und auch nicht mehr werden. Jeden Tag komme ich dem Karriereende ein Stück näher.“