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Anderson Silvas Arzt äußert sich zum positiven Dopingtest

Anderson Silva (Foto: Tobias Bunnenberg/Groundandpound.de)

Heute Morgen wurde bekannt, dass sowohl Anderson Silva als auch Nick Diaz positiv auf den Konsum verbotener Substanzen getestet wurden. Diaz konnte zum dritten Mal in seiner Karriere Marihuana-Konsum nachgewiesen werden, weshalb die meisten Fans weniger überrascht reagierten. Anderson Silva lieferte hingegen zum ersten Mal einen positiven Dopingtest ab und sorgte damit für Entsetzen innerhalb der MMA-Szene. Er selbst will momentan nicht mit der Presse über die vermeintliche Einnahme von Steroiden reden. Dafür äußerte sich sein Arzt, Dr. Marcio Tannure, nun über den positiven Test.

„Anderson sagte mir, er sei enttäuscht und mitgenommen, weil er keine Steroide genommen hat“, so Tannure gegenüber Band News Radio. „Er wird einen Bestätigungstest (B-Probe) fordern, weil er glaubt, dass der positive Test nur durch eine Verunreinigung der Probe oder einen Fehler des Labors zustande gekommen sein kann. Er sagte mir: ‚Ich habe eine makellose Karriere hingelegt und würde meinem Image (durch so etwas) nicht schaden wollen.‘“

Silva wurde am 9. Januar von der Sportkommission Nevadas zur Dopingkontrolle gebeten. Die Testergebnisse wurden heute - vier Tage nach dem Kampf gegen Nick Diaz - veröffentlicht und zeigten, dass sich in Silvas Blutkreislauf Drostanolon und Androsteron befanden.

„Es ist zu früh dafür, ein Urteil zu fällen“, sagte Silvas Arzt weiter. „Er hat das Recht auf einen Bestätigungstest. Die Sportkommission Nevadas hat bislang noch nicht gesprochen, doch die Presse verurteilt ihn bereits. Der Prozess ist noch nicht vorbei. Wenn alles schon durch wäre, dann hätte er bereits eine Suspendierung bekommen.“

Dr. Marcio Tannure ist der medizinische Leiter der Brazilian MMA Athletic Commission (CABMMA). Er wurde bereits in der Vergangenheit in Verbindung mit Dopingfällen genannt. So wurde er zum Beispiel 2013 von Antonio „Bigfoot“ Silva beschuldigt, ihm eine zu hohe Dosis Testosteron verabreicht zu haben, wodurch er letztendlich durch den Dopingtest fiel.