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Anderson Silva will Steroidkonsum zugeben

Anderson Silva (Foto: Tobias Bunnenberg/Groundandpound.de)

Anderson Silva will in wenigen Wochen den Konsum verbotener Substanzen zugeben. Dies geht aus einem Bericht der brasilianische Website UOL.com.br hervor.

Demnach wird Silva vor der Sportkommission von Nevada zu dem Konsum von Drostanolon und Androstan stehen. Einen Leistungsvorteil habe sich Silva dem Bericht zu Folge aber nicht verschaffen wollen. Vielmehr sollen beide Substanzen zur Stärkung der Muskulatur in seinem verletzten linken Bein verwendet worden sein. Silvas Repräsentanten werden beteuern, dass die verbotenen Mittel sehr gering dosiert worden sind, und somit keine Leistungssteigerung stattfand.

Silva brach sich im Dezember 2013 im Kampf gegen Chris Weidman das linke Bein und feierte 399 Tage später sein Comeback gegen Nick Diaz. Wenige Tage nach dem Kampf am 31. Januar wurde bekannt, dass Silva sowohl am 9. Januar als auch am 31. Januar positiv getestet wurde.

Während bei beiden Dopingkontrollen Steroidkonsum nachgewiesen werden konnte, wurden am Tag des Kampfes zusätzlich Spuren von Oxazepam und Temazepam in Silvas Kreislauf gefunden. Dem Bericht zufolge seien diese Mittel von einem Arzt verschrieben worden, nachdem Silva im November aufgrund von Rückenproblemen ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Sie sollen eine schmerzlindernde und muskelentspannende Funktion gehabt haben.

Silva wurde nach dem Bekanntwerden der Testergebnisse von der Sportkommission Nevadas vorübergehend suspendiert und beteuerte in einem offiziellem Statement, niemals Mittel zur Leistungssteigerung genommen zu haben. In den kommenden Wochen muss sich der Brasilianer vor der Kommission verantworten, woraufhin die Strafe sowie die wahrscheinliche Aberkennung des Sieges gegen Nick Diaz verkündet werden wird. Wann die Anhörung stattfindet, ist aktuell noch nicht bekannt.