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Anderson Silva vergleicht Conor McGregor mit Chael Sonnen

Anderson Silva (Foto: Tobias Bunnneberg)

Der wohl heißeste Kampf der kommenden Monate dürfte das Duell zwischen Jose Aldo und Conor McGregor bei UFC 189 sein; vor allem deshalb, weil letzterer das Duell mit seiner großen Klappe hervorragend bewirbt. Bestimmte Grenzen sollten dabei jedoch nicht überschritten werden, findet Ex-Mittelgewichtschampion Anderson Silva.

Anderson Silva hat seine Erfahrung mit großmäuligen Gegnern. Seine Fehde mit Chael Sonnen mündete in zwei der erfolgreichsten UFC-Veranstaltungen aller Zeiten und bescherte ihm und Sonnen Millionen-Börsen. 

Silvas Landsmann Jose Aldo befindet gerade in einer ähnlichen Situation. Als Federgewichtschampion und einer der gewichtsübergreifend besten Kämpfer der Welt bekam er in den vergangenen Jahren stets zu wenig Aufmerksamkeit. Seit sein nächster Kampf gegen das irische Großmaul Conor McGregor verkündet wurde, steht er jedoch im Mittelpunkt des Interesses. 

Das ist gut, erklärte Anderson Silva nun bei einem Q&A in Brasilien. Doch auch die Vermarktung eines Kampfes sollte seiner Meinung nach Grenzen haben, wobei er McGregor mit seinem Rivalen Sonnen vergleicht.

„Es ist schön, einen Event zu promoten und jeder mag die großmäuligen Typen. Aber es gibt eine Grenze, die man nicht überschreiten sollte“, so Silva. „Sonnen hat diese Grenze ein Stück weit überschritten und mich und mein Land herablassend behandelt. Das ist nicht cool für den Sport. Frauen, Kinder und ältere Menschen schauen uns zu, es ist wichtig, dass wir uns darüber bewusst sind, wie weit wir bei unserer Vermarktung gehen dürfen.“

McGregor hatte Aldo bei der aktuell laufenden 189-Promo-Welttournee mehrfach grob beleidigt, es kam fast zu Handgreiflichkeiten. Damit tut er sich selbst keinen Gefallen, findet Silva.

„Wenn wir unsere Kämpfe nicht auf eine korrekte Art und Weise vermarkten, sehen uns die Menschen mit anderen Augen. Niemand will sich mit jemandem identifizieren, der schlecht über das Land oder die Ehefrau seines Gegners redet. Vermarkten ist okay, aber mit Respekt.“

Jose Aldo und Conor McGregor werden am 11. Juli bei UFC 189 in Las Vegas aufeinandertreffen.