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Anderson Silva: Interims-Titelkampf gegen Yoel Romero oder Rücktritt

Anderson Silva (r.) will gegen Yoel Romero um UFC-Gold kämpfen. (Fotos: Florian Sädler & Dorian Szücs)

Titelkampf oder Karriereende – Anderson Silva hat klar Vorstellungen von seiner Zukunft in der UFC und hat den Verantwortlichen in einem Interview die Pistole auf die Brust gesetzt.

„Wenn ich keinen Kampf um den Interimstitel bekomme, höre ich auf“, sagte Silva am Montag in der MMA Hour. „Dann kann ich mehr Zeit mit meiner Familie verbringen. Dann bin ich fertig.“

Silva sollte am 3. Juni bei UFC 212 ursprünglich auf Kelvin Gastelum treffen, da Gastelum aber durch einen Drogentest fiel, platzte das Duell. Seitdem wurden dem Brasilianer mehrere Kontrahenten angeboten, keiner dieser Kämpfe ergab für „The Spider“ jedoch Sinn. Auch Yoel Romero ist eine dieser Optionen.

„Ich sage ‚Okay, ich kämpfe gegen Yoel Romero‘“, so Silva. „Weil ich großen Respekt vor Yoel Romero habe. Er ist ein großartiger Kämpfer. Er ist die Nummer eins in den Rankings. Aber eine Sache – Warum sollte Yoel Romero nach Brasilien kommen und gegen mich um nichts antreten?“

Auch Yoel Romero ist der Meinung, dass ein Kampf nur Sinn ergibt, wenn es um einen Titel geht. Während des Silva-Interviews rief der „Soldier of God“ sogar bei der MMA Hour an und äußerte seine Meinung zu der Situation.

„Ich kämpfe gegen Anderson nur, wenn es um einen Interims-Titel geht“, so Romero, der nach dem Titelkampf zwischen Mittelgewichtschampion Michael Bisping und Georges St. Pierre wohl als nächstes um das Gold antreten darf. „Wenn nicht, dann warte ich auf meinen Titelkampf.“

Auch wenn beide Kämpfer für einen Kampf bei UFC 212 bereit sind, scheint die UFC bisher kein Interesse an einem Interims-Titelkampf zwischen beiden Mittelgewichten zu haben.

„Ich habe lange trainiert“, erklärte Silva. „Es ist nicht meine Schuld, dass Gastelum ausgefallen ist. Das ist nicht mein Problem. Mein Problem ist, dass ich hart für den Kampf vor meinen Fans in Brasilien trainiert habe. Was passiert mit meinen Fans? Was ist mit den Leuten, die Geld dafür bezahlt haben, um mich in Brasilien kämpfen zu sehen? Das ist schon das zweite Mal, dass das passiert. Das nervt mich.“

Ob die UFC dem Wunsch des einst so dominanten UFC-Champions nachgehen wird, bleibt abzuwarten. Interims-Titelkämpfe in der UFC sind zwar keine Seltenheit mehr und aufgrund von Georges St. Pierres Titelchance wird wohl erst Ende des Jahres ein Herausforderer aus der UFC-Rangliste eine Chance auf den Gürtel bekommen, Anderson Silva gilt als Nummer sieben der Rangliste wohl aber eher nicht als einer der Anwärter auf einen Interims-Titelkampf. Vor ihm finden sich noch Namen wie Gegard Mousasi und Robert Whittaker, die zuletzt durch starke Leistungen überzeugen konnten.