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Anderson Silva: Ich werde bei 100 Prozent sein!

Anderson Silva (Foto: Tobias Bunnenberg/Groundandpound.de)

Ungewöhnlich redefreudig präsentierte sich Anderson Silva am Dienstag auf einer Pressekonferenz in seiner Heimat Brasilien, bei der er über sein bevorstehendes Comeback sprach. Der ehemalige Mittelgewichtschampion kehrt am 31. Januar 2015 bei UFC 183 zurück und trifft dabei auf Nick Diaz.

„Ich glaube, dass ich am Kampfabend bei 100 Prozent sein werde", sagte Silva. Im Dezember 2013 hatte er sich bei seinem zweiten Titelkampf gegen Chris Weidman durch einen geblockten Lowkick das Schien- und Wadenbein gebrochen. Dank der Hilfe mehrere Ärzte, Physiotherapeuten und Sportpsychologen fühlt sich Silva bereit, etwas mehr als ein Jahr nach seiner schweren Verletzung ins Octagon zurückzukehren.

„Es war der schlimmste Moment meines Lebens", sagte Silva. „Als ich mein Bein brach, hatte ich große Schmerzen. Als ich merkte, dass mein Bein gebrochen war, dachte ich, meine Karriere wäre vorbei. Ihr denkt vielleicht, dass Depression nichts Ernstes ist, aber ich war depressiv. Ich war sehr aufgewühlt, und wenn ich die Menschen an meiner Seite nicht gehabt hätte, würde ich vielleicht nicht zurückkommen können."

Silva sagte, er würde ständig daran arbeiten, sein Bein zu kräftigen und könnte bereits jetzt dieselben Kicks ausführen, die er vor seiner Verletzung ausführte. „Im Zweifelsfall kicke ich halt ab der Hüfte aufwärts. So werde ich keine Probleme bekommen", witzelte Silva. „Aber ich kann wieder ohne Angst kicken."

Silva verlangt Respekt

Silvas größter Rivale, Chael Sonnen, verärgerte ihn mit ständigen Verbalattacken. Sein nächster Gegner, Nick Diaz, ist in der Hinsicht ebenfalls kein Kind von Traurigkeit – nicht nur vor, sondern auch während eines Kampfes. „Wenn er mir keinen Respekt entgegenbringt, werden Dinge passieren, die passieren müssen", warnte Silva.

Bei der Pressekonferenz waren neben Silva auch seine Trainer, der behandelnde Arzt, sein Freund Dr. Marcio Tannure und die Brasilien-Chefin der UFC, Grace Tourinho, anwesend. Tannure bezeichnete Silvas Heilungsprozess als „über dem Durchschnitt" und „überraschend". Silvas Kraft- und Konditionstrainer Rogerio Camoes bezeichnete Silva als „sehr motiviert". Diese Motivation würde dazu führen, dass sich „sein Bein in jeder Trainingseinheit verbessert".