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Anderson Silva dachte, er habe sich sein operiertes Bein erneut gebrochen

Anderson Silva (Foto: Dorian Szücs)

Anderson Silva verlor am vergangenen Samstag bei UFC Fight Night 84 in London gegen Michael Bisping einstimmig nach Punkten. Sein Trainer Luiz Dorea kann das Urteil nicht nachvollziehen.

Dorea, der während des 25-minütigen Kampfes in der der Ringecke von Silva (33-7) stand, offenbarte gegenüber MMAFighting.com, dass „The Spider“ schon früh im Kampf gegen Bisping (28-7) eine Verletzung erlitt. Trotz der Verletzung, die dasselbe Bein betraf, welches sich sein Schützling 2013 im Kampf gegen Chris Weidman brach, tat Silva laut Dorea genug für einen Sieg gegen Bisping.

Dorea sagte: „Er dachte, er habe sein Bein nach einem von ihm in der ersten Runde gelandeten Kick erneut gebrochen und dass sich eine Schraube im operierten Bein bewegt hat. Dies limitierte seine Bewegungen und ließ ihn für einen Moment seine Attacken unterbrechen. [...] Bisping attackierte zwar mehr, aber nicht sehr effektiv. Anderson war effektiver. Ich hoffe, dass die Kommission das Resultat überprüft, denn so eine Entscheidung ist schlecht für den Sport. Sogar Dana White hat es so gesehen. Jeder weiß, wer den Kampf gewonnen hat.“

Der Coach ist der Meinung, dass der Kampf ohnehin nach der dritten Runde hätte beendet werden müssen. Der 40-Jährige landete gegen Ende der dritten Runde ein Knie zum Kopf, woraufhin Bisping zu Boden sackte, jedoch durch die Rundenpause gerettet wurde. Der brasilianische Trainer behauptete diesbezüglich: „Ich widerspreche dieser Entscheidung. Vor allem widerspreche ich wegen dem Knock-out. Er landete ein Knie und Bisping ging bewusstlos zu Boden. Anderson hat aufgehört ihn zu attackieren und fing an zu feiern. […] Silva schaute ihm in die Augen und ihm ging es sichtlich schlecht. Herb Dean bettelte Bisping geradezu an, wieder aufzustehen. So etwas habe ich noch nie zuvor erlebt. Der Cornerman brachte Bisping den Stuhl dorthin, wo er zu Boden ging. Der Schiedsrichter sagte ihm, er solle aufstehen, aber er tat es nicht. Der Kampf war vorüber. Er konnte nicht einmal alleine zurück zu seiner Ringecke gehen.“

Laut Dorea hätte Silva aber auch nach Punkten gewonnen. Er habe zwar die ersten beiden Runden verloren, aber die dritte sehr entscheidend gewonnen. Wenn man die dritte Runde schon nicht wegen Knock-outs abbricht, dann solle man sie zumindest 10-8 werten, anstelle von 10-9. Die vierte habe Silva zwar nur knapp gewonnen, die fünfte allerdings wieder überzeugend.

Der Manager des ehemaligen Titelträgers schlägt einen baldigen Rückkampf zwischen „The Spider“ und „The Count“ am 14. Mai in Brasilien vor. Trainer Dorea glaubt, dass Silva bis zu diesem Datum wieder kampfbereit sein wird.