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Amanda Nunes: Raquel Penningtons Trainer hat “versagt”

Amanda Nunes (l.) und Raquel Pennington (Foto: Tobias Bunnenberg)

Raquel Pennington wollte bei UFC 224 im Titelkampf gegen Amanda Nunes zwischen der vierten und fünften Runde aufgeben, ihre Trainer überredeten sie jedoch, den Kampf weiterzuführen. „Ausruhen kannst du dich später“, sagte ihre Ecke und schickte sie nach der letzten Rundenpause wieder in den Kampf. In der fünften Runde wurde Pennington dann von der Titelträgerin durch Schläge gestoppt. Amanda Nunes kritisierte die Trainer ihrer Kontrahentin im Anschluss des Kampfes in Rio de Janeiro scharf.

„In den sozialen Medien werden sicherlich viele schlechte Dinge über Penningtons Trainer gesagt“, so Nunes nach UFC 224. „Tatsächlich sollte sie sich mit Leuten umgeben, die ihr Bestes im Sinn haben, damit sie sich auch für die nächsten Kämpfe weiterentwickeln kann. Unglücklicherweise hat ihr Trainer heute Nacht versagt. Es ist traurig. Man hätte schwerere Verletzungen vermeiden können. Sie (Pennington) musste im Anschluss ins Krankenhaus eingeliefert werden. Es könnte also eine schlimme Verletzung sein. Ich habe Nina (Ansaroff; Nunes´ feste Freundin und ebenfalls MMA-Kämpferin) bereits gebeten ihr zu schreiben und zu fragen, ob wir ihr mit irgendetwas helfen können. Es ist einfach traurig. Wenn sie nicht mehr in der richtigen Verfassung war, um zu kämpfen, hätte ihr Trainer das Handtuch werfen müssen. Ich glaube, dass meine Trainer mich nicht in solch eine Situation gebracht hätten.“

Für Nunes war der Kampf eine besondere Situation. Immerhin hat sie zusammen mit ihrer Freundin Nina Ansaroff lange Zeit im American Top Team trainiert, wo sie auch mit Penningtons Verlobten Tecia Torres auf der Matte standen.

„Ich musste bisher nie gegen eine Freundin kämpfen“, sagte Nunes. „Das ist das erste Mal überhaupt. Ich respektiere die beiden Mädchen (Pennington und Torres) so sehr. Speziell Tecia, weil sie lange mit uns trainiert hat. Es war sehr hart für mich und Nina, ihnen zu begegnen und in die Augen zu schauen, wo auch immer wir sie im Vorfeld des Kampfes gesehen haben. (…) Bei dem Kampf ging es jedoch um den Gürtel. Etwas, wofür ich lange gearbeitet und wovon ich lange geträumt habe. Aber nun können wir einfach wieder Freunde sein und ein Bier zusammen trinken. Heute Abend ging es um den Gürtel. Aber Freundschaft und Respekt stehen trotzdem an erster Stelle.“

Nunes hat ihren Titel nun zum dritten Mal verteidigt, nachdem sie diesen 2016 gegen Miesha Tate gewann. Einen offiziellen Gegner für die nächste Titelverteidigung steht noch nicht fest.