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Aljamain Sterling über Cejudo vs. Aldo: Keiner will das sehen

Aljamain Sterling (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Am Dienstag machte die UFC das bekannt, was bereits wochenlang gemunkelt wurde. Nicht Petr Yan oder Aljamain Sterling würden den nächsten Titelkampf im Bantamgewicht der UFC erhalten, sondern in José Aldo ein Kämpfer mit einem riesigen Namen, dafür noch ohne Sieg in der Gewichtsklasse. Das zieht Kritik auf sich.

Insbesondere Aljamain Sterling stört sich an der Ansetzung. Der Amerikaner, der sechs seiner letzten sieben Kämpfe im Bantamgewicht gewonnen und dabei etwa Ex-Champion Renan Barao, Jimmie Rivera und Pedro Munhoz besiegen konnte, ist der lauteste Kritiker aus dem Titelrennen im Bantamgewicht.

„Ein Kampf, nach dem niemand gefragt hat und den keiner sehen wollte. #MakeRankingsGreatAgain“, schrieb Sterling bereits am Montag auf Twitter. Der Plan der UFC scheint ein direktes Aufeinandertreffen zwischen Yan und Sterling zu sein. Solange am Ende auch eine Titelchance gegen den Champion herausspringt, hat Sterling damit kein Problem, immerhin brachte er das Duell im vergangenen Jahr bereits als Interims-Titelkampf ins Gespräch.

„Ich denke, dass wir die einzigen beiden Kämpfer sind, über die gesprochen wurde, wenn es um Titelchancen oder einen Interims-Titel geht“, sagte Sterlingam vergangenen Wochenende. „Das ist der logische nächste Kampf. Wir finden dann wie echte Gentlemen heraus, wer den nächsten Titelkampf verdient. Es ist der beste Weg.“

Sterling lässt sich dabei auch nicht von latent rassistischen Aussagen Cejudos reizen. Der Champion hatte Sterling kürzlich „Aljamima“ genannt und damit einen Bezug auf die als rassistisch und stereotyp bewertete Figur der „Aunt Jemima“ hergestellt, einer Lebensmittelmarke aus dem 19. Jahrhundert. Cejudo nannte im gleichen Atemzug Yan eine „kommunistische Kartoffel“.

„Ich will ihm so oder so das Gesicht eindellen“, so Sterling dazu. „Alles rein geschäftlich. Das ganze andere Zeug ist nur dafür da, eine Show zu bewerben. Schlussendlich treten wir immer noch in den Käfig und klären dann dort unser Verhältnis.“

„Ich weiß nicht, was er sich dabei gedacht hat. Ich wusste nicht, wie ich es aufnehmen sollte, es ist eine dumme Person, die eine dumme Sache tut. Sollte ich mich angegriffen fühlen? Gekränkt? Mitleid mit ihm haben? Jeder reagiert anders darauf“, so Sterling weiter.

„Ich würde nie einen Kampf auf diese Art und Weise bewerben, so bin ich nicht. Ich will mich nicht einmal in so etwas einmischen. Er hat etwas, das ich will und ich will es ihm wegnehmen. Ich glaube, dass ich derjenige bin, der das schafft und ich will meine Chance, weil ich sie mir verdient habe. Ich habe die Leute besiegt, die Petr Yan besiegt hat und ich glaube, ich habe das besser erledigt. Das ist die Geschichte für mich. Wenn ihr mir nicht Henry geben wollt, dann gebt mir den nächsten Boogeyman.“