UFC News

Alistair Overeem: „Während Stipe Miocic gefeiert hat, habe ich trainiert“

Alistair Overeem (Foto: Florian Sädler)

In der Nacht zum Sonntag wird Alistair Overeem die Chance bekommen, seinen bereits prall gefüllten Trophäenschrank um einen weiteren Gürtel zu erweitern. Im Hauptkampf von UFC 203 wird der Niederländer gegen Stipe Miocic um den UFC-Titel im Schwergewicht antreten. Dabei sieht der 36-Jährige einen entscheidenden Vorteil auf seiner Seite.  

„Man sieht in den sozialen Netzwerken ja immer Bilder“, sagte Overeem gegenüber MMAFighting.com. „Ich war bei UFC 200 in Vegas, ein toller Event. Ich habe dort aber keine Poolpartys besucht. Ich habe jeden Tag trainiert. Stipe war aber auf verschiedenen Partys. Das hat man auf den Bildern gesehen. Er hat immer andere Klamotten auf den Bildern getragen. Er ist auf verschiedenen Partys, verhält sich irrsinnig und hat Drinks in seiner Hand. Er feiert seinen Titelgewinn. Und weißt du was? Wer kann es ihm verübeln? Er ist in Rekordzeit Champion geworden Aber während er gefeiert hat, habe ich gearbeitet. Ich habe hart trainiert. Mein Leben war darauf die letzten zweieinhalb Jahre ausgerichtet. In den letzten sechs Monaten habe ich auf jeden Fall noch mal einen Zahn zugelegt. Wir sind bereit. Wir sind bereit, den Titel zu holen.“

Dass Overeem überhaupt einmal um den UFC-Titel kämpfen würde, damit hatte 2014 wohl kaum noch jemand gerechnet. Nach seinem erfolgreichen UFC-Debüt gegen Brock Lesnar musste der ehemalige Strikeforce-, Dream- und K-1-Champion brutale K.o.-Niederlagen gegen Antonio „Bigfoot“ Silva und Travis Browne einstecken. Dann folgte ein Punktsieg gegen Frank Mir, bevor Overeem gegen Ben Rothwell erneut auf die Bretter ging.

Im Dezember leitete er dann mit einem Knock-out gegen Stefan Struve seine erste Siegesserie in der UFC ein. Er konnte sich anschließend Siege gegen Roy Nelson, Junior dos Santos und Andrei Arlovski sichern. Nun wird Overeem um das Gold im Schwergewicht antreten.

„Es fühlt sich auf jeden Fall besonders an“, so Overeem bezüglich des anstehenden Titelkampfes und der Chance, Geschichte zu schreiben. „Das steigert die Nervosität auf jeden Fall ein bisschen. Manchmal ist man überhaupt nicht nervös, manchmal ein kleines bisschen. Diesmal bin ich ein wenig nervös, aber das ist nichts neues. Das ist mein 87. Kampf. Ich werde die Anspannung und die Nervosität zu meinen Gunsten nutzen. Wir werden am Samstag an der Spitze stehen.“