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Alistair Overeem: Ohne UFC-Titel ist meine Karriere nicht komplett

Alistair Overeem (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Wenn Alistair Overeem morgen Abend gegen Jair Rozenstruik in den UFC-Käfig steigt, wird es der 64. Kampf allein im MMA für den 39-Jährigen. Und der Niederländer ist noch lange nicht fertig, wie er den Pressevertretern in Washington mitteilte.

„Man muss realistisch sein“, sagte Overeem im Rahmen der Pressetermine vor seinem anstehenden Kampf. „Für mich, vielleicht noch zwei Jahre. Vielleicht ein wenig mehr oder weniger, vermutlich eher mehr. Aber dann ist es genug. Man muss wissen, wann seine Zeit vorbei ist. Es ist ein gefährlicher Beruf. Wir kämpfen seit 23 Jahren, 23 Jahre ist der erste Kampf her, wir müssen also clever sein.“

Die letzten acht Jahre davon verbrachte Overeem in der UFC. Zum ganz großen Wurf, dem Titel, reichte es für Overeem noch nicht. Seine erste Chance wurde durch erhöhte Testosteron-Werte zunichte gemacht, die zweite vergab er 2016 gegen Stipe Miocic.

Ohne eine weitere Chance will der „Demolition Man“ allerdings nicht abtreten, denn erst ein Titel würde seine Hall-of-Fame-Karriere komplettieren. Immerhin hielt Overeem bereits Titel von K-1, Dream und Strikeforce.

„Ohne UFC-Gold wäre meine Karriere nicht komplett“, so Overeem weiter. „Ich muss einfach nur meine Kämpfe gewinnen. Ein Sieg am Samstag, dann brauche ich wahrscheinlich noch einen und dann können wir mal ein wenig Alarm für einen Titelkampf machen.“

Mit einem Sieg am Samstag würde Overeems Serie auf drei ansteigen. Der 39-Jährige ist froh, dass er das Jahr mit einem weiteren Kampf beenden kann, nachdem der ursprüngliche Gegner Walt Harris mit einer familiären Katastrophe zur Absage gezwungen wurde. Overeem ist das Risiko, gegen den aufstrebenden Rozenstruik in den Käfig zu steigen, bewusst, doch will er den Titelkampf, muss er dafür weiter siegen.

„Das Ziel ist unverändert. Wir werden kämpfen, siegen und ihn müde machen, ihn ins tiefe Wasser ziehen und ihn dort ausschalten und den Kampf beenden. Es ist einfach der Gegner, den sie mir geben. Ich wollte schon früher, im September, kämpfen, aber es kam nicht zustande. Ich bin froh, dass jemand nach vorne getreten ist. Es ist natürlich eine große Chance für Jairzinho, aber es wird ein guter Kampf werden.“