UFC News

Alistair Overeem: „Keiner im Gym hat damit ein Problem. Außer ihm.“

Alistair Overeem (Foto: Florian Sädler/GNP1.de))

Nur noch zwei Tage, dann kann Alistair Overeem die vielleicht entscheidende Sprosse auf der Leiter Richtung Titelkampf erklimmen. Im niederländischen Rotterdam trifft der Lokalmatador dabei auf Schwergewicht und Teamkollege Andrei Arlovski. Eine Konstellation, die schon manches Verhältnis zwischen zwei Athleten zerstörte. Nicht so im Falle Overeem und Arlovski, wie Overeem im Vorfeld des Kampfes erklärt.

„Es ist überhaupt kein Problem für mich und für den Rest des Teams. Wenn der Kampf am Sonntag vorbei ist, gehe ich zurück ins Jackson-Winkeljohn-Gym und ich und die Trainer haben uns im Vorfeld versichert, dass wir genau dort weitermachen, wo wir aufgehört haben. Andrei macht mehr daraus, als es wirklich ist. Keiner im Gym hat ein Problem damit, keiner außer ihm. Wir sind beide in den Top Ten der Gewichtsklasse, es wäre dumm von ihm gewesen, davon auszugehen, dass wir nie gegeneinander kämpfen.“

Auch die Tatsache, dass Overeem nicht auf seine gewohnten Trainer zurückgreifen kann, die bei Arlovski in der Ecke sein werden, nimmt der „Demolition Man“ gelassen. „Das stört mich überhaupt nicht. Im Gegensatz zu mir arbeitet Andrei nicht mit anderen Trainern. Wenn Greg und Mike nicht da wären, hätte er also gar keine Coaches in der Ecke. Das ist aber kein Nachteil für mich. Ich habe gute Trainer dabei, die mich gut eingestellt haben und wir haben ihn sehr genau studiert.“

Woher das Gerücht stammt, er habe die UFC auf die Idee mit dem Kampf gegen den Teamkollegen gebracht, weiß Overeem jedoch nicht. „Ich habe die UFC nicht darum gebeten, gegen ihn zu kämpfen. Die UFC kam auf mich zu und wollte, dass ich den Hauptkampf bei diesem Event mache und am Ende entschied es sich zwischen Cain Velasquez und Andrei Arlovski. Cain war zu dem Zeitpunkt noch verletzt, also wurde es Andrei.”

Für Overeem hat die Rückkehr nach Rotterdam allerdings nicht nur eine sportliche Komponente, sondern weckt zudem schöne Erinnerungen an die Zeit, als die niederländische Organisation 2 Hot 2 Handle nicht nur einen Hauch von Pride FC in Europa versprühte, sondern auch zahlreichen Talenten die ersten Schritte im MMA ermöglichte.

„Ich freue mich sehr darauf, nicht nur wieder in Rotterdam, sondern auch wieder im Ahoy zu kämpfen. Ich habe sehr schöne Erinnerungen an früher, an die Jahre 2000 bis 2004. Ich habe hier in Rotterdam meinen ersten Titel im Halbschwergewicht gewonnen und bin in Holland noch ungeschlagen. Das wird am Sonntag auch so bleiben.“

Ob er mit seinem Teamkollegen im Anschluss noch eine Sightseeing-Tour macht, um ihm die schönsten Flecken der niederländischen Hafenstadt zu zeigen, sollte man jedoch nicht erwarten. Am Lokalmatador selbst liegt das jedoch nicht.

„Ich bin Sportler und sehe habe kein Problem damit, gegen Teamkollegen zu kämpfen. Ich habe gegen Tyrone Spong gekämpft, mit dem ich später bei den Blackzillians trainiert habe und ich habe auch schon gegen Gökhan Saki gekämpft…und den mochte ich sogar. Wenn es morgen vorbei ist, können wir ja danach vielleicht einen Kaffee trinken gehen.“

Eine Ankündigung, die bei seinem Gegenüber allerdings nicht auf Gegenliebe stieß. „Nein, nein. Defintiv nicht,“ so der Weißrusse.