UFC News

Ali Bagautinov geht in die Politik

Ali Bagautinov will dieses Jahr zurückkehren (Foto: Tobias Bunnenberg/GNP1.de)

Bei UFC 174 bekamen die UFC-Fans Fliegengewicht Ali Bagautinov zum letzten Mal zu Gesicht. Am 14. Juni 2014 unterlag der Kämpfer aus Dagestan im Titelkampf in Vancouver Champion Demetrious Johnson nach Punkten. Seitdem sitzt der 30-Jährige eine einjährige Dopingsperre ab (GNP1.de berichtete). Seinem Ruf in der Heimat hat das jedoch nicht geschadet. Der "Puncher King" geht jetzt in die Politik.

Ali Bagautinov kämpft demnächst nicht nur wieder im Käfig, sondern auch im Parlament. Der 30-Jährige wurde als Abgeordneter in die Volkskammer der russischen Teilrepublik im Nordkaukasus gewählt. „Ich möchte mich bei allen für ihre Unterstützung bedanken. Für mich ist das eine Gelegenheit, zur Entwicklung sozialer Maßnahmen in Dagestan beizutragen," so die Stellungnahme Bagautinovs auf der Seite seines Managements. „Momentan bereits ich mich auf einen UFC-Kampf vor, aber sobald das rum ist, kehre ich nach Dagestan zurück, um mich für die Bewerbung und Förderung von Sport in unserem Land einsetzen."

Dafür ist Ali Bagautinov der richtige Mann. Der Kämpfer von Jackson's MMA konnte vor seinem UFC-Engagement in seiner Heimat zahlreiche Erfolge in anderen Kampfsportarten feiern. Unter anderem sicherte sich Bagautinov fünf Mal den russischen Titel im Combat Sambo, den er mit zwei Weltmeisterschaften veredelte. Russische Titel und Medaillen im Brazilian Jiu-Jitsu, Freistilringen und Hand-to-Hand-Combat zieren seine Vita genauso wie ein Weltmeistertitel im Stil Pankration. Seit zwei Jahren steht Bagautinov bei der UFC unter Vertrag. Mit Siegen über Marcos Vinicius, Tim Elliott und John Lineker sicherte sich Bagautinov innerhalb eines Jahres einen Titelkampf, den er bei UFC 174 nach Punkten verlor.

Diesen Titelkampf hätte Bagautinov nie antreten dürfen, da er bereits vor dem Kampf eine positive Dopingprobe abgab, deren Testergebnisse jedoch nicht rechtzeitig vorlagen. Bagautinov hat noch einen Kampf in seinem aktuellen UFC-Vertrag offen, muss sich jedoch einer Dopingprobe unterziehen, bevor er wieder ins Octagon steigen darf. Wann das sein wird, steht momentan noch nicht fest.