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Alexander Gustafsson kritisiert Kämpferbezahlung und Reebok-Deal

UFC-Titelherausforderer Alexander Gustafsson ist offenbar kein Freund des Reebok-Deals (Foto: Elias Stefanescu/GNP1.de).

Alexander Gustafsson fand kürzlich in einem Interview harte Worte zur Bezahlung der Kämpfer in der UFC und speziell zum Sponsoring-Vertrag mit Reebok. Seines Erachtens werden die harte Arbeit und die Entbehrungen, die ein Profikämpfer auf sich nimmt, nicht ausreichend entlohnt. Verschärft würde dies durch den Wegfall von Sponsorengeldern durch den exklusiven Sponsoring-Deal mit der Sportbekleidungsfirma Reebok, was dem Sport laut Gustafsson nachhaltig schade.

Alexander Gustafsson wird bei UFC 192 in wenigen Wochen gegen Daniel Cormier um den Titel im Halbschwergewicht antreten. Um die Finanzen muss er sich als Titelanwärter und Kombattant des Hauptkampfes an diesem Abend sicherlich keine Sorgen machen. Kein Grund für ihn, die Bezahlung der Kämpfer in der UFC nicht trotzdem hart zu kritisieren. Auf die Frage hin, was er ändern würde, wäre er Chef der UFC, antwortete er: „Den Kämpfern mehr Geld zahlen. Für die harte Arbeit und die Opfer, die sie bringen müssen sind sie ein wenig unterbezahlt.“

Verschärft wird diese Situation noch durch den seit Juli in Kraft getretenen, exklusiven Sponsorenvertrag mit Reebok. Die Kämpfer sind seither verpflichtet, in der Woche vor dem Kampf und am Abend des Kampfes die von Reebok entworfene Uniform zu tragen. Kleidungsstücke oder Werbeflächen anderer Marken sind nicht erlaubt. Die Entlohnung dafür richtet sich nach der Anzahl der Kämpfe, die der entsprechende Kämpfer für Veranstaltungen der Zuffa, der Dachorganisation der UFC, gemacht hat.

Damit entfällt besonders für neue UFC-Kämpfer ein Großteil der bis dato gewohnten Sponsorengelder. Gustafsson dazu: „Warum nimmt man ausgerechnet von den Kämpfern, die sich noch nicht etabliert haben? Sie haben es ohnehin schon schwer, warum nimmt man ihnen also auch noch die Möglichkeit, durch kleinere Sponsoren ihre Miete und ihre Rechnungen zu bezahlen? Zu sehen, wie das letzte bisschen Geld aus diesen weniger etablierten Kämpfern gepresst wird, ist traurig.“

Diese Benachteiligung für Kämpfer, die neu in die UFC kommen, kann dem Sport nachhaltig schaden, meint der Schwede. Wenn gerade Nachwuchskämpfer mit schlechterer Bezahlung zu rechnen haben, macht das den Sport natürlich unattraktiver für aufstrebende Athleten. „Es ist ohnehin schon schwer. Manche haben keine Wahl, sie müssen für ihren Lebensunterhalt kämpfen. Anderen geht es da besser. Aber so oder so: je mehr Unterstützung die Kämpfer durch lokale Sponsoren bekommen, desto mehr Zeit können sie im Gym verbringen und desto mehr wird sich der Sport weiterentwickeln. Der Reebok-Deal ist keine Hilfe dabei“, so der „Mauler“ weiter.

Harte Worte, die Gustafsson da ausspricht. Dass MMA nicht zum Reich werden taugt bestätigt auch die jüngst veröffentlichte Forbes-Liste der 100 bestverdienenden Sportler der Welt. In dieser Aufzählung ist kein einziger bei der UFC unter Vertrag stehender Athlet vertreten...