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Aleksandar Rakic plant langsamen Weg zum Titel

Aleksandar Rakic (Foto: Alexander Petzel-Gligorea/GNP1.de)

Im Hauptprogramm von UFC Stockholm begeisterte Aleksandar Rakic weltweit die Fans, als er gegen Jimi Manuwa mit einem heftigen Headkick einen der besten Knockouts des Jahres erzielte. Nach vier Siegen in vier UFC-Kämpfen bekommt er nun einen Platz in der Top 15. Damit ist der erste Schritt ins Titelgeschehen getan.

Mit dem Knockout gegen Jimi Manuwa machte sich Aleksandar Rakic bei UFC Stockholm endgültig international einen Namen. Manche sehen den Österreicher mit serbischen Wurzeln bereits als Nachfolger des am Wochenende zurückgetretenen Alexander Gustafsson.

Aber noch stehen einige erfahrene Halbschwergewichte vor ihm in der Rangliste, darunter ehemalige Titelherausforderer wie Anthony Smith und Volkan Oezdemir, europäische Veteranen wie Jan Blachowicz und Ilir Latifi und die ebenfalls aufstrebenden Dominick Reyes und Corey Anderson. Dessen ist sich Rakic bewusst.

„Ich habe gerade Jimi besiegt und jetzt werde ich seinen Platz in der Rangliste einnehmen“, sagte Rakic auf der Pressekonferenz nach der UFC Fight Night in Stockholm. „Jetzt stehen noch einige Leute in der Rangliste vor mir. Ich will niemanden herausfordern, aber ich fokussiere mich auf die Spitze. Diese Leute kennen mich jetzt und wissen, dass sie früher oder später gegen mich kämpfen müssen. Mir ist es egal, gegen wen ich kämpfe, solange mein Gegner in der Rangliste vor mir steht.“

Die Titelchance ist in Reichweite

Rakic hat zwölf Kämpfe in Folge gewonnen, vier davon im Octagon. Sein Ziel ist der UFC-Titel im Halbschwergewicht, den Jon Jones in der Nacht zum 7. Juli bei UFC 239 gegen Thiago Santos verteidigt. Den ersten kleinen Schritt auf dem Weg zu einem Titelduell hat Rakic am Samstagabend in Stockholm gemacht.

„Damit ich um den Titel kämpfen kann, muss ich noch ein paar Kämpfe gewinnen“, sagte Rakic. „Ich muss alle meine Fähigkeiten verbessern, denn ein Titelkampf gegen Jon Jones oder jemand anderen ist schon hart. Man muss nicht 100 Prozent vorbereitet sein, sondern 200 Prozent. Ich bin erst 27 Jahre alt. Ich will nichts übereilen. Ich habe noch viel Zeit.“

„Man hat gesehen, dass ich mit jedem UFC-Kampf besser und besser werde“, fügte Rakic hinzu. „Ich will nichts übereilen. Hinter mir steht ein großartiges Team. Meine Trainer sind fantastisch, sie machen einen fantastischen Job. Ich brauche noch etwas Zeit, noch ein paar Kämpfe. Aber bald werde ich um den Titel kämpfen und ihn gewinnen.“

Jon Jones ist der Wunschgegner

Rakic ist realistisch und weiß, dass noch ein hartes Stück Arbeit vor ihm liegt. Aber schon jetzt ist er sich sicher, welche Vorteile er gegenüber Jon Jones hat.

„Ich bin ein vielseitiger Kämpfer, genau wie er“, sagte Rakic. „Es wäre großartig, wenn ich gegen ihn kämpfen könnte. Ich verfolge Jon Jones schon sehr lange und ich denke, meine Vorteile ihm gegenüber sind meine Beinarbeit und meine Schlagschnelligkeit. Ich denke, ich bin viel schneller als er und habe mehr Power, um einen Kampf mit einem Schlag zu beenden.“

Anstatt schnell ins Octagon zurückzukehren, will sich Rakic nun erst einmal eine Auszeit genehmigen, um im Sommer seine Fähigkeiten zu verbessern. Außerdem erwartet seine Ehefrau im September ihr erstes Kind. Erst danach will er seinen nächsten Kampf annehmen.

„Ich werde weiter hart trainieren“, sagte Rakic. „Ich habe schon immer hart gearbeitet, nicht nur vor diesem Kampf, sondern während meiner ganzen Karriere. Ich gehöre hierher und bin dazu geboren, eines Tages ein Champion zu werden.“