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Alan Omer enttäuscht über negative Reaktionen deutscher Fans

Alan Omer (Foto: Florian Sädler)

Nach über einjähriger verletzungsbedingter Pause wird Alan Omer am Samstag bei UFC Berlin in das Octagon zurückkehren. Dabei musste er sich extrem kurzfristig auf einen neuen Gegner einstellen: Arnold Allen, eines der größten jungen Talente aus England. Was ihn aber eigentlich stört, sind die negativen Kommentare der deutschen Fans zum Programm in Berlin.

Acht Tage vor UFC Berlin, am vergangenen Freitag nämlich, erhielt Alan Omer die Hiobsbotschaft: Sein Gegner, Mike Wilkinson, hatte sich verletzt. Ersetzt wird er vom 21-jährigen britischen Nachwuchstalent Arnold Allen, elf Kämpfe, eine Niederlage. Eine Umstellung für Omer, der damit aber recht gelassen umgeht, wie er GNP-TV am Medientag zu UFC Berlin am Donnerstag verriet.

„Generell gehe ich immer mit der Einstellung rein, dass ich mein Ding durchziehe. Aber jetzt musste ich mich leider ein bisschen umstellen, weil er Rechtsausleger ist, der Arnold“, so Omer. „Ich habe leider erst am Freitag davon erfahren, aber ich habe mich schon umgestellt. Ich weiß, wie ich vorangehen soll und muss, um ihn zu zermürben und zu besiegen.“

Nur eine Woche vorher zuzusagen, sein Debüt in der größten Liga der Welt zu wagen, klingt nach einem großen Schritt, vor allem für einen 21-Jährigen. Allen selbst das Ganze allerdings recht entspannt, bezeichnet sein UFC-Debüt als "Business" und weiteren Tag im Büro.

„Ich bin immer bereit. Meinen letzten Kampf habe ich nur fünf Tage vorher zugesagt“, so Allen. „Es ist toll, endlich hier zu sein, aber wenn ich Samstag nicht gewinne, ist all das nichts wert.“

Omer ist nicht der erste Deutsche, dem Allen gegenübersteht. Im vergangenen Jahr stoppte er Tobias Huber bei Cage Warriors in gut einer Minute. „So leicht wird es diesmal wohl nicht werden“, denkt Allen. „Er ist ein netter Kerl, aber war nicht auf dem gleichen Level.“ Alan Omer schätzt er als erfahrenen Gegner ein, der schon viele Schlachten geschlagen hat. „Der wird nicht einfach so umfallen oder sich in die Hose machen, wenn ich ihn treffe.“

Omer frustriert indessen nicht etwa der Gegnerwechsel, sondern das überwiegend negative Feedback der deutschen Fans zum Programm der UFC Fight Night in Berlin.

„Das stört natürlich unheimlich. Wir sind auch Kämpfer, die sich wirklich den Arsch aufreißen, um auf dieser Veranstaltung zu kämpfen. Wir schwitzen, bluten acht Wochen lang, wir stecken viel Arbeit rein, und wenn man so negative Kritik hört, ist natürlich nicht schön. Klar sind die Stars ausgefallen, aber wir werden mindestens genauso viel Leistung zeigen wie die. Und dass die deutschen Fans dann so reagieren... ich meine, es sind fünf deutschsprachige Kämpfer auf der Fight Card und... ich find’s schade.“

Dementsprechend wenig Gedanken macht sich der Stuttgarter auch darüber, ob sein Kampf den Kritikern gefallen wird oder nicht.

„Diesbezüglich mache ich mir keinen Druck“, so Omer. „Es ist mir eigentlich relativ egal, ob ich jetzt eine gute Show für die Leute liefere oder nicht. Ich kämpfe immer gut, ich versuche immer, meinen Kampf vorzeitig zu beenden. Diesbezüglich spüre ich keinen Druck.“

Anbei das komplette Interview mit Omer: