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Al Iaquinta: „F*ck Dich, Dana White!”

"Ragin" Al Iaquinta (Foto: Valentino Kerkhof/GNP1.de)

Am Samstag gab Leichtgewicht Al Iaquinta nach zwei Jahren sein Comeback im Octagon. Der Serra-Longo-Kämpfer konnte dabei Diego Sanchez in der ersten Runde K.o. schlagen, erhielt dafür aber keinen Bonus und ließ daraufhin eine Schimpftirade in Richtung UFC los. Diese wiederholte er am Montag bei der MMA Hour von Ariel Helwani.

Eigentlich sollte Al Iaquinta langsam aber sicher mit einem UFC-Titelkampf in Verbindung gebracht werden. Seit seinem misslungenen UFC-Debüt im TUF-Finale gegen Michael Chiesa gewann Iaquinta acht seiner neun Kämpfe, schlug dabei Joe Lauzon, Ross Pearson und am Samstag Diego Sanchez K.o. und feierte weitere Siege über Kevin Lee oder Jorge Masvidal. Da der 29-Jährige aufgrund seiner Bezahlung seit Jahren auf Kriegsfuß mit der UFC steht, wird es in naher Zukunft jedoch nicht dazu kommen.

Nicht genug damit, „Ragin“ Al vermutet seine offene Feindseligkeit als Grund für mangelnde Bonuszahlungen. Trotz vier K.o.s in den letzten fünf Kämpfen erhielt Iaquinta in seiner UFC-Karriere bisher keinen einzigen Bonus. Kein Zufall, glaubt das Leichtgewicht.

„Das ganze Bonus-Programm ist lächerlich. Das sie einfach so 50.000$ verteilen ist eine Masche, um uns zu kontrollieren. Ich verstehe nicht, wie man denken kann, das sei normal. Ein Bonus sollte eine zusätzliche Kleinigkeit sein, aber in der UFC ist das für manchen drei Mal so viel wie die Gage. Das ist kein Bonus. Das verändert dein Leben. Aber man muss sich oben einschleimen, immer bei Dana White, Lorenzo Fertitta und Joe Silva bedanken. So machen sie das. Küss mir den Arsch und ich gebe dir was zurück.“

Iaquinta beschwert sich seit zwei Jahren über die finanzielle Behandlung der Kämpfer. Er ging sogar so weit, seine Karriere vorübergehend auf Eis zu legen, um sich seiner neuen Hauptbeschäftigung als Immobilienmakler zu widmen. Für ihn die einzige Möglichkeit, nach seiner aktiven Karriere nicht von Almosen leben zu müssen.

„Ich möchte mich einfach nur finanziell absichern, falls ich mich mal verletze und zwei Jahre nicht kämpfen kann. Damit ich mich nicht darum sorgen muss, als Trainer zu arbeiten um meine Hypothek zu bezahlen. Das ist doch nicht verrückt. Ich bin Profi-Sportler, war im Co-Main Event auf Fox Sports 1 und verlasse die Halle mit 50.000$ Gage? Wollt ihr mich verarschen? Die UFC hat nichts für mich getan, ich kämpfe nur für mich selbst. Ich musste sie anflehen, mir eine Knieoperation zu bezahlen.“

Für Iaquinta, der sich sehr für die Gründung einer Kämpfer-Gewerkschaft engagiert, nicht das Ende der Kritik. So bekam auch Dana White sein Fett weg. Der UFC-Präsident hatte Anfang des Jahres die Kämpfe von UFC 208 für zu wenig Unterhaltung und Action kritisiert und gemeint, der Heimflug sei sein persönlicher Höhepunkt gewesen. Eine Respektlosigkeit sondergleichen für Iaquinta.

„Dana White hat eine Menge für den Sport getan, aber er hat sich nicht eine einzige Verletzung im Käfig abgeholt. […] Jake Ellenberger wurde am Samstag von einem Ellenbogen bewusstlos geschlagen und brauchte eine Weile, um wieder zu sich zu kommen. Ich habe mir beim Anblick gedacht, F*ck, ich will eigentlich nicht kämpfen. Will ich das wirklich noch machen? Ich habe fast die Halle verlassen. Dana White wird wieder sagen, dass der Heimflug im Privat-Jet das Highlight des Wochenendes war. Halt die Fresse! F*ck Dich! Rede nie wieder so über einen Kämpfer! Du bist kein Kämpfer, du machst das nicht, du hast keine Ahnung.“

Die UFC und Dana White äußerten sich nicht zu den Vorwürfen.