MMA Restliche Welt

Zwei Olympiasiegerinnen bald im Käfig?

Sara McMann (l.) im Interview nach ihrem Invicta-FC-Erfolg. (Foto: Tracy Lee/Invicta FC)

Könnte eine weitere Olympionikin große Wellen im Frauen-MMA schlagen? Das ist derzeit die Frage, die bei Strikeforce offen steht, denn nachdem Olympia-Bronzemedaillenträgerin Ronda Rousey ihre Gewichtsklasse nach wie vor mit Armbar-Siegen dominiert und den Bantamgewichtstitel ihr Eigen nennt, steht die Frage im Raum, wer noch als Gegner in Frage kommt.

Die bereits vor Monaten im GnP-Radio besprochene frühere Olympia-Silbermedaillengewinnerin im Ringen, Sara McMann (6-0), unterschrieb letzte Woche einen Vertrag mit Strikeforce. Nun steht ihre Gegnerin für ihr Debüt fest, welches am 3. November über die Bühne gehen soll: Liz Carmouche (7-2), die bei den ersten beiden Invicta-FC-Veranstaltungen gegen Ashleigh Curry und Kaitlin Young gewann und zuvor viermal für Strikeforce in den Käfig stieg, wo sie eine Kampfbilanz von 2-2 erzielte.

Die ungeschlagene Ausnahmeathletin McMann war ebenfalls zuletzt für Invicta FC tätig. Dort besiegte sie Shayna Baszler nach Punkten besiegen (GnP berichtete). Mit starkem Ringen überzeugte die Athletin gegen starke Konkurrenz, denn mit ihrem Können besiegte sie erfahrene Kämpferinnen wie Tonya Evinger, Hitomi Akano oder die vorhin genannte Baszler. Dies sicherte ihr einen baldigen Titelkampf bei Invicta FC, doch winkt nun Strikeforce und damit die Chance, auf Ronda Rousey zu treffen.

Eine Kooperation beider Organisationen bahnt sich offensichtlich an, denn Sarah Kaufman, die sich Ronda Rousey bei Strikeforce geschlagen geben musste (GnP berichtete), wird bei Invicta FC antreten, währen McMann nun den Schritt von Invicta FC zu Strikeforce macht. Eine ähnliche Situation wie im Fußball, wo Spieler „ausgeliehen“ werden, um woanders Erfahrung zu sammeln und später zurückzukehren?

„Uns geht es darum, die möglichst besten Kämpfe aufs Papier zu bringen“, so Invicta-Präsidentin Shannon Knapp. „Wir wollen Frauen-MMA voran bringen und dann gehört es dazu, Kämpfer auszutauschen.“

Stellt ihr starkes Ringen unter Beweis: Sara McMann (r.) gegen Shayna Baszler (l.). (Foto: Tracy Lee/Invicta FC)

Ähnlich sah es auch McMann, die etwas enttäuscht schien, die Titelmöglichkeit bei Invicta vorerst nicht annehmen zu können: „Ich bin schon etwas traurig, meinen Titelkampf bei Invicta nicht kämpfen zu können. Ich weiß nicht, wie lange meine MMA-Karriere anhalten wird und wie lange ich dem Sport erhalten bleibe, jedoch muss ich jede Möglichkeit nutzen, die sich mir eröffnet, um gegen die bestmögliche Konkurrenz anzutreten – und das ist in diesem Fall Strikeforce. Ich danke Invicta und hoffe, dort in der Zukunft wieder antreten zu können.“