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WSOF wird zur Professional Fighters League

World Series Of Fighting ist tot, lang lebe die Professional Fighters League. Mit einer Pressemitteilung wurde heute das Ende von WSOF angekündigt. Mit neuem Konzept und unter dem Namen Professional Fighters League möchte man ab 2018 den US-Markt aufmischen. Dabei sollen ein Ligen-System und hohe Börsen im Millionenbereich helfen.

Eine Million Dollar. Was sonst nur wenigen UFC-Kämpfern zuteilwird, soll zukünftig Top-Athleten zur Professional Fighters League locken. Denn jeder Kämpfer, der am Ende einer Saison als Meister einer der sieben Gewichtsklassen feststeht, soll mit einer Million Dollar entlohnt werden. Insgesamt zehn Millionen pro Jahr sollen an die Kämpfer fließen, wobei die übrigen drei Millionen unter den anderen Teilnehmern ausgeschüttet werden.

„Die Professional Fighters League bringt dem MMA zum ersten Mal ein bewährtes Sport-Format, das von Fans geliebt und von Athleten respektiert wird,“ erklärt der neue Besitzer Russ Ramsey in der Pressemitteilung. „Mit regulärer Saison, Playoffs und einer Meisterschaftsstruktur wird die Professional Fighters League die Evolution des MMA zu einem professionellen, markttauglichen Prime-Time-Sport für eine weltweite Öffentlichkeit vorantreiben.“

Zehn Monate soll die erste Saison gehen. Nach einer regulären Saison, in welcher jeder Kämpfer drei Mal in den Käfig steigt, geht es für die bestplatzierten in den Turniermodus, an dessen Ende ein Meister feststeht. Wie viele Kämpfer pro Gewichtsklasse teilnehmen sollen, ist noch nicht klar. In der Vergangenheit hatte bereits die IFL mit einem Liga-Modus geworben, damals traten verschiedene Teams gegeneinander an. Vom jährlichen Turniermodus hatte sich zuletzt Bellator MMA verabschiedet.

Angeführt wird die neue Professional Fighters League von Donn Davis, Ramsey und Mark Leschly, die im Januar gemeinsam WSOF aufkauften und laut Washington Business Journal gemeinsam mit weiteren Teilhabern insgesamt 25 Millionen Dollar investierten. Ramsey steht dem Hedge Fond Ramsey Asset Management vor und versuchte jüngst vergeblich, Washington zum Ausrichter der olympischen Sommerspiele 2024 zu machen. 

Ray Sefo und Carlos Silva werden ihre Positionen als Geschäftsführer behalten. Die erste Veranstaltung unter neuem Banner wird für Januar 2018 angepeilt. Bis dahin sollen noch drei Events im Juni, Oktober und November abgehalten werden.

World Series Of Fighting hielt in seiner vierjährigen Geschichte insgesamt 35 Events ab und war vor allem ein Auffangbecken für von der UFC entlassene Kämpfer. Was mit den aktuellen Champions der Organisation, u.A. Jon Fitch, Justin Gaethje und Blagoi Ivanov, passiert, ist nicht bekannt.