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White: Wir testen alle unsere Kämpfer

Dana White (Foto: Elias Stefanescu/Groundandpound.de)

Georges St. Pierre äußerte Kritik an den Dopingkontrollen der UFC und nannte dies als einen der Gründe für seinen Rücktritt vom aktiven MMA-Sport (GnP berichtete). Jetzt antwortete UFC-Präsident Dana White auf die Vorwürfe des früheren Weltergewichtschampions und zeigte sich nicht erfreut über die Aussage des Kanadiers.

„Ich war ziemlich schockiert über die Kommentare von GSP“, so White als Reaktion auf St. Pierres Worte. „Ich habe mit ihm nach seinem letzten Kampf gesprochen, aber dort hat er keinerlei Kritik zu diesem Thema geäußert.“

St. Pierre sprach davon, dass leistungssteigernde Substanzen ein großes Problem im MMA-Sport sind, während White der Meinung ist, dass diesbezüglich sehr viel getan wird, um Dopingsünder zu überführen und zu bestrafen:

„Wir testen alle unsere Kämpfer und gehen sicher nicht lax mit dem Thema Doping um. Ich nenne euch zwei aktuelle Beispiele: Wir haben die Rechnung der Sportaufsichtsbehörde von Nevada bezahlt, damit sie zusätzliche Tests durchführen. Nicht nur, dass sie Barnett überprüft haben, sie haben seinen Gegner Travis Browne gleich mitgetestet.

Des Weiteren: Der Kampf zwischen Mark Hunt und Antionio Silva, der mich so begeistert hat. Silva bedient sich der Testosteron-Ersatztherapie (TRT) und wurde dahingehend von uns getestet. Genauso wie wir dies bei anderen Athleten, wie zum Beispiel Vitor Belfort tun. Wir haben ihn bis zu seinem Kampf regelmäßig kontrolliert und mit seinen Werten war alles in Ordnung. Erst nach dem Duell fiel er durch den Dopingtest, weil er sich nach den regulären Tests eine Spritze gesetzt hat. Wir haben wir ihn dafür hart bestraft, wie ihr alle wisst.“

„Bigfoot“ wurde nach seinem Auftritt bei „UFC Fight Night: Hunt vs. Bigfoot“ am 7. Dezember aufgrund eines positiven Dopingtests für neun Monate suspendiert und musste zudem seinen Siegbonus und den „Fight of the Night“-Bonus von 50.000 US-Dollar streichen.

„Wenn das ein milder Umgang mit Dopingfällen ist, dann weiß ich auch nicht mehr“, so White weiter. „Wenn du in der UFC dopst, dann wirst du erwischt“, führte White aus. „Jeder wird getestet und man fliegt auf. Vielleicht hat der eine oder andere mal für eine Sportbehörde gekämpft, die nur den Co- und Hauptkampf getestet hat, aber dann tritt man bei diesen internationalen Shows an und dort wird wirklich jeder getestet. Vom ersten Vorkampf bis zum Main Event.“

St. Pierre stand in der Vergangenheit selbst unter dem Verdacht, im Training unerlaubte Mittel zu nutzen, wurde jedoch nie positiv getestet und räumte die letzten Gerüchte mit einem Test unter Regeln der VADA-Kommission für seinen letzten Kampf aus der Welt (GnP berichtete).

„Jetzt hat er die Beschuldigungen, die ihm jahrelang vorgeworfen wurden, durch seine Aussagen auf alle anderen UFC-Kämpfer projiziert“, so White. „Der Junge wollte eine Pause vom Sport. Er sagte, er braucht Abstand. Jetzt gibt er jedoch mehr Interviews und ist medienpräsenter, als zu seiner aktiven Zeit. Es ist einfach zum Haare raufen.“