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White: Wir haben alles versucht, um Fedor zu bekommen

Fedor Emelianenko in der UFC? Dana White hat daran gearbeitet. (Fotos: Dorian Szücs/GroundandPound.de)

Fedor Emelianenko gilt unter Experten als einer der besten Schwergewichtler seiner Zeit. Fans bedauern noch heute, dass es nie zum Vertrag mit der weltweit größten MMA-Organisation kam. UFC-Präsident Dana White nahm sich bei UFC 166 Zeit, um auf dieses Thema einzugehen.

„Wir haben wirklich alles gegeben, um Emelianenko ins Boot zu holen”, so White. „Wir haben drei Versuche gestartet, zwei davon (UFC Co-Besizter) Lorenzo Fertitta und einen mit mir zusammen. Wir haben uns auf einer Insel in Venezuela getroffen, um alles zu besprechen und zu verhandeln. Ich verspreche euch, dass Fedor und sein Manager dies heute noch bereuen. Wenn sie nachts ihre Augen schließen, und im Bett an die Decke starren, verfluchen sie ihre Entscheidung.“

White war bestrebt, den Mega-Fight zwischen Brock Lesnar und Fedor Emelianenko in der UFC wahr zu machen, doch die Wünsche der russischen Seite waren übertrieben. „Eine der Konditionen war, dass wir eine Arena in Russland bauen. Es war Wahnsinn. Es war einer dieser Deals, den ihr von der NFL kennt, bei dem ein Fernsehsender Millionen zahlt und am Ende nichts verdient. Es macht keinen Sinn für die Sendergruppen, aber die NFL gehört halt ins Fernsehen, richtig? Es sorgt für Einschaltquoten.“

„Unsere Angebote waren wirklich lukrativ“, so White weiter. „Fedors Manager hörte sich unser Angebot an und lachte laut auf. Unfassbar. Es war ein Vermögen. Als wir dann nach dem Treffen zurückflogen, dachten wir: Gott sei Dank, dass sie das Geld nicht angenommen haben.“

„Wir hatten einen Übersetzer. Ich habe Fedor folgendes gesagt: Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir die Möglichkeit diesen Kampf zwischen dir und Lesnar möglich zu machen. Das ist ein Mega-Kampf. Wir reden vom Dallas-Texas Stadion als Veranstaltungsort. Das ist der Moment, den wir hier und jetzt nutzen können. Daraufhin lachte sein Manager wieder laut auf. Ich sagte zu ihm: Du bist nur einen Schlag davon entfernt, nichts mehr wert zu sein. Ich sollte Recht behalten, denn Dan Henderson hat ihn daraufhin K.o. geschlagen. Wir brauchen uns nicht unterhalten, wo Henderson in den Rankings steht. Er ist ein Mittelgewicht und er hat Fedor ausgeknockt.“

Emelianenko beendete seine Karriere mit einer Kampfstatistik von 35-4-1, nach einem Erfolg gegen Pedro Rizzo, und gehört zu den wenigen Legenden des MMA-Sports, die in ihrer Laufbahn nie einen Fuß in das Octagon der UFC gesetzt haben.