MMA Restliche Welt

Welt-Verbände IMMAF und WMMAA schließen sich zusammen

Die International Mixed Martial Arts Federation (IMMAF) und die World Mixed Martial Arts Association (WMMAA) – die beiden Riesen unter den MMA-Verbänden – werden in Zukunft eng zusammenarbeiten, um die Entwicklung des MMA-Sports weltweit voranzutreiben. Das große Ziel ist die Anerkennung des MMA-Sports durch das Internationale Olympische Komitee (IOC).

Sowohl die IMMAF als auch die WMMAA sind Dachverbände zahlreicher nationaler Verbände. In Deutschland sind beispielsweise die GEMMAF (IMMAF) und die GAMMAF (WMMAA) bei der Sanktionierung von Profi- und Amateur-Events aktiv.

In Ländern, in denen wie auch in Deutschland Unterorganisationen der IMMAF und WMMAA existieren, sollen die Organisationen in Zukunft zusammenarbeiten. Wird einer der Verbände durch das Sportministerium oder das Nationale Olympische Komitee des jeweiligen Staates anerkannt, soll der nicht anerkannte Verband in den anerkannten Verband eingegliedert werden.

„Die Verschmelzung dient als Katalysator für die Modernisierung und Stärkung unserer Mitgliedsverbände, was wiederum die Entwicklung des Sports vorantreiben und den Service für alle MMA-Beteiligten weltweit verbessern wird“, so IMMAF-Präsident Kerrith Brown in einem Statement. „Durch die Fusion zweier Organisationen in einigen Ländern, möchten wir die Stärken und Erfolge beider nutzen und ihnen helfen, eine sich ergänzende Arbeitsstruktur unter einem gemeinsamen Banner auszuarbeiten. Zum Beispiel haben wir mitbekommen, dass ein nationaler Verband sich möglicherweise auf die Sanktionierung professioneller Events konzentriert hat, während sein früherer 'Rivale' vielleicht mehr Arbeit bei der Nachwuchsförderung geleistet hat.“

Im Rahmen des Zusammenschlusses wurden alle nationalen Verbände auf verschiedene Kriterien geprüft. So konnte ermittelt werden, in welchen Bereichen möglicherweise Unterstützung durch den Dachverband von Nöten ist.

WMMAA-Präsident Vadim Finkelstein sagte dazu: „Die Fusion der WMMAA und IMMAF führt zur Gründung einer vereinten Welt-Organisation mit fast 100 Mitgliedern. Es wurde unglaublich viel Arbeit in den Zusammenschluss der Verbände gesteckt. Wir erwarten, dass jeder Verband – ob IMMAF- oder WMMAA-Mitglied – gewillt ist, für den MMA-Sport auf einen gemeinsamen Nenner mit dem früheren Rivalen zu kommen. Wir haben in der Vergangenheit so viel erreicht, viel mehr muss noch gemacht werden und ich habe keinen Zweifel, dass wir das gemeinsam schaffen.“

Ein erstes Zusammentreffen von WMMAA- und IMMAF-Verbänden gibt es im Rahmen der IMMAF Continental Championships, an denen WMMAA-Sportler teilnehmen dürfen. Die WMMAA-Sportler werden dann auch in den IMMAF-Ranglisten geführt.