MMA Restliche Welt

WEC-Boss Reed Harris über die Absorption

Die WEC sagt adieu und verschwindet in der UFC.

Eine Absorption steht in der Chemie für die Aufnahme eines Stoffes durch einen anderen. In diesem Falle wurde die WEC von der UFC augesaugt, oder geschluckt. Die Frage, die alle beschäftige, war, was der WEC-Geschäftsführer Reed Harris von der Entwicklung halten würde. Schließlich hat "sein Baby" mit seiner Hilfe im Jahr 2001 die ersten Schritte gemacht und sich bis heute großartig entwickelt. Nun ist entgültig Schluss und die WEC wird 2011 Geschichte.

Harris nahm dazu Stellung: "Als ich die WEC gründete, vermutete ich, dass nach einer Show Schluss sei. Eine einmalige Sache sozusagen. Heute sitze ich hier und werde Zeuge, wie mein Baby Teil des größten MMA-Unternehmens der Welt (der UFC) wird." Dies führte Harris weiter aus: "Es ist so, als ob meine Kinder zum College gehen. Zuerst mache ich mir Sorgen, aber nachdem sie das Haus verlassen haben, wird alles gut."

Die Verschmelzung wurde zwar Monate voraus geplant, doch dass es in wenigen Tagen und so überraschend schnell über die Bühne ging, versetzte viele in Erstaunen.

Harris klatscht Beifall und ist sichtlich zufrieden mit der Fusion (Foto via Lasvegassun.com)Harris ist der Meinung, dass dies für alle Beteiligten Vorteile bringt. "Für die Kämpfer ist es das Beste was passieren konnte. Nun können sie ihr Können in der UFC, auf der größten Bühne für MMA, zur Schau stellen."

Jose Aldo, Urijah Faber, Dominick Cruz uvm. endlich in der UFC, davon haben viele Fans geträumt, nun wird es Realität.
Wie bereits berichtet, werden die WEC Champions auf UFC Champions treffen, um die Gürtel fusionieren zu lassen.

Auf die Frage hin, ob er dabei für seine "Babies" die Daumen drückt oder neutral bleibt, antwortete Harris lachend: "Natürlich werde ich für meine WEC-Jungs sein. Auch wenn Maynard und Edgar ebenfalls gute Freunde von mir sind. Nichtsdestotrotz wird der neue, unangefochtene Champion ein verdienter Champion sein, denn alle vier involvierten Kämpfer sind Weltklasse."

Wie seine eigene Zukunft nun von vonstattengehen wird, verriet Harris nicht, doch hatte er noch einige aufmunternde Worte für die Zukunft: "Die WEC war so erfolgreich, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis wir in die UFC wechseln. Ich kann es gar nicht mehr abwarten, bis die UFC-Fans Teil der Action werden, die wir in der WEC für Jahre genießen konnten."

Laut Dana White sind in der WEC ca. 70 Athleten vertreten, die nun die 200+ Kämpfer der UFC ergänzen werden. Sicher ist auch, dass die Gagen unter dem neuen Banner deutlich höher sein werden als in der WEC, was von alle Beteiligten positiv gesehen wird.

Die Zukunft sieht faktisch so aus, dass der Kader der WEC im nächsten Jahr (2011) in der UFC startet. Dieses Jahr werden noch WEC 52 und 53, die für den 11. November und den 16. Dezember geplant sind, stattfinden. Dies sind die finalen Veranstaltungen der WEC und der Neubeginn der leichteren Gewichtsklassen in der UFC.