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WEC 50: Cruz vs. Benavidez - Ergebnisse

Dominick Cruz bleibt Champion (Foto via www.octagonbuzz.com)

Bantamgewichtstitelkampf
Dominick Cruz (c) vs. Joseph Benavidez
Dies war der lang erwartete Rückkampf der beiden Kontrahenten. Das erste Aufeinandertreffen konnte Cruz nach Punkten gewinnen und sich im nächsten Kampf den Titel sichern. Dazu wurde der Kampf mit dem "Kampf des Abends"-Bonus ausgezeichnet. Cruz hatte dazu einen Hintergrund mit dem Benavidez Camp "Team Alpha Male", da der Hauptkämpfer des Lagers Urijah Faber ist. Faber war der Kämpfer der Cruz erste und einzige Niederlage in dessen Statistik zufügen konnte. Cruz lechzte seitdem nach einem Rematch und könnte die Rivalität durch einen Sieg gegen Fabers Teamkollegen weiter aufbauen. Der Kampf startete mit einem sehr beweglichen Cruz, der sich konstant bewegte und möglicherweise der beweglichste WEC Kämpfer Gewichtsübergreifen ist. Nonstop wich er seitlich, vorwärts, rückwärs und in jegliche Winkel aus, griff aber auch aus diesen an. Der Kampf wurde im Stehen geführt, was Cruz Vorteile einbrachte, wobei Benavidez vereinzelt Takedownversuche wagte. Cruz sicherte sich Takedowns am Ende der Runde, um diese zu sichern, sofern Zweifel bei den Punktrichtern bestand. Dazu wartete er auf 10-15 Sekunden vor Rundenende und shootete dann zum Takedown. In Runde vier konnte Benavidez einen Cut auf Cruz Nase öffnen, während er nach Punkten deutlich zurücklag. Runde fünf endete mit einem Takedown von Cruz, wenige Sekunden vor dem Ende des Titelkampfes. 25 Minuten voller Action, ohne Pausen oder Konditionsproblemen, eine phänomenale Leistung beider Kämpfer. Das macht die WEC zu einer der attraktivsten MMA Liga derzeit. Die Punktrichter entscheiden: 48-47 Benavidez, 48-47 Cruz, 48-47 Cruz. Damit blieb der Gürtel beim mexikanisch-amerikanischen Champion Dominick Cruz. Verwunderlich, dass die Punktrichter eine geteilte Entscheidung vollbrachten, da Cruz jede Runde dominierte. Miguel Torres bestätigte diese Meinung im Interview nach dem Kampf. Benavidez konnte dem Champion nie wirklich gefährlich werden.

Anthony Pettis vs. Shane Roller
Der acht Jahre ältere Roller wollte sich nicht im Co-Mainevent des Abends von einem "Jüngling" besiegen lassen, wie es im Interview hieß. Er jagte Pettis mit Takedownversuchen durch den Käfig, währen Pettis seinen Gegner auf Distanz hielt und mit akrobatischen Treffern, wie Capoeira Highkicks und eingesprungene Taekwondo Switchkicks, davon abhielt. Im weiteren Verlauf des Kampfes konnte Roller letztendlich mit Takedowns punkten, wobei Pattis mit gefährlichen Aufgabegriffen von unten agierte und seinen Kontrahenten nicht zur Ruhe kommen ließ. Wenige Sekunden vor Ende der dritten Runde konnte Pettis einen Triangle-Choke sichern und damit Roller zum Abkopfen zwingen.

Chad Mendes vs. Cub Swanson
Der unbesiegte Mendes sprach vor dem Kampf davon Swanson "zu brechen", während Swanson voraussagte er würde Mendes die erste Niederlage in dessen Karriere zufügen, so dass dieser seinen Namen nie vergessen würde. Beide Kämpfer gingen somit mit viel Feuer in diese Partie. Mendes konnte nach Distanzfehlern von Swanson Takedowns sichern und kontrollierte diesen problemlos. Swansons Ringerfähigkeiten waren deutlich unterlegen, seine Chance war der Schlagabtausch, doch auch in dieser Abteilung konnte Mendes kaum Treffer setzen. Mendes konterte fast jeden Angriff mit einem Takedown und gewann diesen Kampf ohne in Gefahr zu geraten nach Punkten. Er gehört derzeit zu den besten Ringern im Federgewicht, möglicherweise ist er sogar der Beste. Dazu hält er seinen unbesiegten Statistik sauber, mit 8-0 und trainiert weiter mit Urijah Fabers´ und Master Thongs´"Team Alpha Male".

Scott Jorgensen vs. Brad Pickett
Jorgensen sprach vor dem Kampf vom möglichen Titelkampf, sollte er Brad Pickett besiegen. Er hätte auf den Sieger des heutigen Titelkampfes abwarten können und wäre de nächste Nr.1 Herausforderer, doch er wollte nicht untätig herumsitzen und bat um einen harten Gegner, womit er durch Pickett bedient wurde. Beide Kämpfer teilen harte Schläge aus, während Jorgensen anfangs in Gefahr geriet. Später in Runde 1 konnte dieser seinem Gegner, Pickett, den Mundschutz herausschlagen. Pickett hob unter Schlägen seinen Mundschutz auf, steckte ihn sich in den Mund, grinste und kämpfte weiter. Er tat all dies während er von Jorgensen mit Schlägen verfolgt wurde. Dieser Kampf ging weiter wie er angefangen hatte, ohne Pause wurden Schlagkombinationen abgefeuert, ein Kandidat für den Kampf des Jahres in der WEC, ohne Frage! Jorgensen konnte in Runde zwei und drei Takedowns sichern, doch der Großteil des Kampfes wurde im Stehen geführt bis die drei Runden um waren und die Punktrichter entschieden. Sieger nach Punkten: Scott Jorgensen
Damit ist Jorgensen seit fünf Kämpfen in Folge siegreich und erwartet seinen ersten Titelkampf.

Zach Micklewright vs. Bart Palaszewski
Der vier Jahre ältere polnisch-amerikanische IFL-Star wollte sich durch diesen Kampf weiter nach oben arbeiten. Unterstützt wurde er durch seine neue, etwas ungerade Mohawkfrisur, noch dazu rot gefärbt. Beide Kämpfer standen und teilten harte Schläge aus. Jeder Schlag war dazu gedacht den Gegner auf die Matte zu schicken. Runde eins war knapp und beide Kämpfer steckten ein, doch in Runde 2 war Palaszewski der aktivere Mann. Mit einem harten rechten Haken ging Micklewright zu Boden, verfolgt von Palaszewski. Ringrichter Steve Mazzagatti musste den Kampf abbrechen.
Bart Palaszewski bes. Zach Micklewright durch TKO (Schläge) in Runde 2.

Maciej Jewtuszko vs. Anthony Njokuani
Njoukani verlor seinen letzten Kamüf durch Aufgabe und wollte seine Leistung mit diesem Kampf wiedergutmachen. Es sah zuerst gut aus, denn er nutzte einen Schrittfehler seines polnischen Gegners dazu diesen auf die Bretter zu lenken. Stehend verteilte Njoukani Schläge und Kicks aus, die kaum das Ziel fanden. Ringrichter Herb Dean ließ Jewtuszko wieder aufstehen, was der Anfang vom Ende für Njoukani war. Eine harte Rechte und ein Drehhandschlag brachten Njoukani zum Wackeln, stürmt hinterher und kann den Kampf nach einigen Schlägen wie aus dem Maschinengewehr beenden.
Maciej Jewtuszko bes. Anthony Njokuani durch TKO (Schläge) in Runde 1.

Mackens Semerzier vs. Javier Vazquez
Die erste Runde geht klar an Vazquez, da dieser den Takedown und einige Aufgabegriffe ansetzten konnte. Sein Gegner hatte kaum Luft zum Atmen und rollte sich aus einigen Ausweglosen Situationen die durch den Ringrichter, Josh Rosenthal, fast beendet worden wären. In Runde zwei trifft Vasquez mit einem harten linken Haken und konnte den Rücken des sichtlich getroffenen Gegners bespringen. Im Stehen muss Semerzier sich seinem Schicksal beugen und klopft ab.
Javier Vazquez bes. Mackens Semerzier durch Aufgabe (Rear-Naked Choke).

Dave Jansen vs. Ricardo Lamas
Jansen arbeitete viel mit Lowkicks, was seinen Gegner dazu brachte die gleiche Waffe zu benutzen. Jansen konnte durch einige Takedowns punkten, während Lamas auf dem Boden viele Aufgabegriffe anstetzen konnte, was die Punktrichter dazu brachte den Kampf, wenn auch knapp, für ihn zu werten.
Ricardo Lamas bes. Dave Jansen nach Punkten (geteilt).

Bryan Caraway vs. Fredson Paixao
Caraway war von Anfang an der aggressivere Mann und spielte mit vielen angetäuschten Schlägen um die Deckung seines Gegners zu täuschen. Paixao bekam seinen Gegner auf den Boden und dominierte durch Jiu-Jitsu, konnte jedoch zu keiner Zeit Caraway zur Aufgabe zwingen. Es reichte jedoch für eine knappe Punktentscheidung.
Fredson Paixao bes. Bryan Caraway nach Punkten (geteilt).

Danny Castillo vs. Dustin Poirier
Castillo dominierte den Kampf durch Takedowns und Ground and Pound, während Poirier mit Aufgabegriffen von seinem Rücken aus versuchte sein Schicksal zu wenden, doch vergebens. So erlebte Poirier die erste Niederlage seiner Karriere.
Danny Castillo bes. Dustin Poirier nach Punkten (einstimmig).

WEC 50: Cruz vs. Benavidez
18. August 2010
The Pearl at the Palms Casino Resort in Las Vegas, Nevada, USA


Bantamgewichtstitelkampf
Dominick Cruz (c) bes. Joseph Benavidez nach Punkten (geteilt)

Hauptkämpfe
Anthony Pettis bes. Shane Roller via Triangle Choke nach 4:51 in Rd. 3
Chad Mendes bes. Cub Swanson nach Punkten (einstimmig)
Scott Jorgensen bes. Brad Pickett nach Punkten (einstimmig)
Bart Palaszewski bes. Zach Micklewright via TKO nach 0:31 in Rd. 2

Vorkämpfe
Maciej Jewtuszko bes. Anthony Njokuani via TKO nach 1:36 in Rd. 1
Javier Vazquez bes. Mackens Semerzier via Rear Naked Choke nach 1:35 in Rd. 2
Ricardo Lamas bes. Dave Jansen nach Punkten (geteilt)
Fredson Paixao bes. Bryan Caraway nach Punkten (geteilt)
Danny Castillo bes. Dustin Poirier nach Punkten (einstimmig)