MMA Restliche Welt

Vorschau auf Edgar vs. Penn

Frank Edgar (l.) schockte BJ Penn bei UFC 112. (Foto via Zuffa LLC)

Am 28. August findet UFC 118 in Boston statt. Im Hauptkampf des Abends trifft BJ „The Prodigy“ Penn auf Frank „The Answer“ Edgar. Dieser Kampf um den Leichtgewichtstitel der UFC ist der Rückkampf für eine der größten Überraschungen im MMA-Sport der letzten Jahre.

Am Morgen des 10. Aprils dieses Jahres war die Welt der Leichtgewichtsdivision der UFC noch in Ordnung: Es gab den Champion BJ Penn und den Rest. Niemand konnte Penn im Leichtgewicht das Wasser reichen. Penn war der beste Leichtgewichtskämpfer aller Zeiten und mit 31 Jahren und 21 MMA-Kämpfen bereits ein sicherer Kandidat für die UFC Hall of Fame. Am Ende des Tages, nach UFC 112, war diese Welt erschüttert und wieder einmal wurde der MMA-Gemeinde vor Augen geführt, dass im Käfig alles möglich ist. Der haushohe Favorit hatte verloren. Dabei musste sich die UFC vor dem Kampf noch rechtfertigen, dass sie Edgar überhaupt einen Titelkampf gegeben hatte. Die Werbetrommel lief vor UFC 112 in vollem Gange und Edgar wurde immer wieder stark geredet. Trotzdem wollte niemand glauben, dass er dem Champion auch nur ansatzweise gefährlich werden könnte. „The Answer“ ließ sich davon allerdings nicht beirren und gewann einstimmig nach Punkten.

Nun kommt es am Wochenende zu dem kurz nach UFC 112 angekündigtem Rückkampf zwischen den Beiden. Dabei wird sich zeigen, ob Edgar es noch einmal schaffen kann, den wieder als Favoriten in den Kampf gehenden Penn zu besiegen, oder ob es einfach nur die Tagesform war, die in Abu Dhabi entschieden hat. Sollte Penn sein Gegenüber wirklich nur unterschätzt haben, dann hätte er nur einen Blick auf die letzten Kämpfe von Edgar werfen müssen. Vor dessen Sieg gegen Penn konnte „The Answer“ schließlich Hermes Franca, Sean Sherk und Matt Veach besiegen. Penn hätte also gewarnt sein müssen.

Eine weitere Theorie, die immer noch ihre Fürsprecher findet, besagt, dass „The Prodigy“ in dem Kampf verletzt war. Penn selber hat allerdings nie irgendetwas in dieser Richtung gesagt oder sonst irgendwelche Entschuldigungen gesucht, die einige Kämpfer gerne nach einem Kampf bemühen, wenn sie nicht ihre beste Leistung gebracht haben.

Was bei all dem allerdings auffällt, ist die Tatsache, dass häufig nur davon gesprochen wird, warum Penn verloren hat. Nur ganz selten wird mal danach gefragt, warum Edgar gewonnen hat. <cite>Franklin McNeil, MMA und Boxexperte für ESPN, meint allerdings den Grund dafür gefunden zu haben: </cite>Mark Henry. Der Boxtrainer hat aus dem vorrangingen Ringer einen ausgezeichneten Boxer gemacht und für den Kampf gegen Penn eine sehr gute Strategie zurechtgelegt, der sein Schützling dann auch gefolgt ist. Ob es Henry wieder gelingt, einen Plan auszuarbeiten und Penn womöglich wieder zu überraschen, bleibt abzuwarten. Schließlich wird auch Penn sich Gedanken darüber machen, wie er Edgar dieses Mal zu fassen bekommt.

Im ersten Kampf sah es immer wieder so aus, als ob „The Prodigy“ einfach zu langsam war. Böse Zungen meinten dagegen, dass Edgar die ganze Zeit über weggelaufen sei und Penn nie richtig getroffen hätte. Im Gegensatz zu den Fans gab es bei den Punktrichtern allerdings keine zwei Meinungen. Deswegen ist auch eine der wichtigsten Regeln im MMA-Sport: Lasse nie die Punktrichter den Kampf entscheiden! Aus diesem Grund werden sich viele Zuschauer in der Nacht vom Samstag auf den Sonntag ein vorzeitiges Ende wünschen, damit man sich hinterher nicht wieder fragen muss, was die Punktrichter da wohl gesehen haben. Auf jeden Fall wird es interessant zu sehen sein, wie Penn auf seine erste Niederlage im Leichtgewicht nach über acht Jahren reagiert. Und wer weiß – vielleicht hat Edgar wieder „The Answer“.

 

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