MMA Restliche Welt

Verhärtete Fronten

Strikeforce-Neuzugang Fedor Emelianenko äußerte sich nun in einer Pressekonferenz zum angeblich unschlagbaren Vertragsangebot der UFC.

„Das Angebot war die eine Sache. Was im Internet verbreitet wurde, hatte damit aber absolut nichts zu tun. Das Angebot, das wir bekommen haben, war miserabel.“

Der umworbene Russe machte außerdem deutlich, dass er volle Kontrolle über seine Vertragsangelegenheiten hätte und Manager Vadim Finkelchtein keineswegs, wie alle behaupten, die Fäden zieht, wie ein Puppenspieler. Trotzdem hatte natürlich auch Finkelchtein noch etwas zum Thema Vertragsverhandlungen zu sagen:

„Dana White behauptete, wir hätten einen riesigen Geldbetrag abgelehnt und würden stattdessen für wenig Geld antreten. Doch das ist schlicht unwahr. Während der Verhandlungen zwischen M-1 und der UFC wurde uns nichts besonderes angeboten.“

Dana White zog in den vergangenen Tagen vermehrt über den Russen und sein Management her, bezeichnete Fedor als „verdammten Witz“, der für „kein Geld gegen Nobodies“ kämpfe, statt sich in der UFC für riesige Summen mit den Besten der Welt zu Messen. Des weiteren machte White einige Bemerkungen über Fedors neuen Arbeitgeber Strikeforce – eine Promotion, der er in der Vergangenheit nichts als Respekt entgegenbrachte:

„Die sind eine kleine Dorfveranstaltung und tun so, als ob sie etwas reißen könnten. Cung Le hat seinen Titel seit wann nicht mehr verteidigt? 1997? Josh Thomson, Alistair Overeem – wie lange haben die ihre Titel nicht verteidigt? Zwei Jahre? Strike-Farce würde ich sagen. Diese Kerle sind ein Witz. Fedor wird sie in den Ruin treiben! Die letzte Strikeforce-Show haben höchstens vier verdammte Leute gesehen. Die haben keine Kohle und niemanden, gegen den Fedor kämpfen könnte.“

Zankapfel Fedor Emelianenko ist also nach wie vor der Grund für erhitzte Gemüter. Besonders Dana White scheint erhebliche Schwierigkeiten mit der Tatsache zu haben, dass er den begehrten Russen nicht unter Vertrag bekommen konnte. Dies trieb ihn sogar zu teils zweifelhaften Handlungen, wie dem Versuch, den Strikeforce-Kampf zwischen Renato "Babalu" Sobral und Gegard Mousasi per Gerichtsbeschluss zu stoppen. Strikeforce-Chef Coker nimmt das ganze eher gelassen:

„Ist unter den derzeitigen Umständen irgendjemand darüber überrascht? Ich jedenfalls nicht."