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UR Fight: Tank Abbott ersetzt Shamrock gegen Severn

Nostalgie und ein wenig Freakshow, das kann auch im Jahr 2016 noch funktionieren. Das will sich Organisation UR Fight zu Nutze machen. Für die Eventpremiere am 20. März hatte man mit dem Duell zwischen Dan Severn und Ken Shamrock geplant, muss nun jedoch eine Änderung vermelden: nach seiner Niederlage gegen Royce Gracie ist Shamrock noch aus medizinischen Gründen gesperrt. Ersatz steht schon parat: „Tank“ Abbott.

Drei Jahre ist er her, der letzte MMA-Kampf von David „Tank“ Abbott (10-15). Der damals 48-Jährige beendete seinen vier Jahre langen Ruhestand, um bei King Of The Cage gegen Ruben Villareal zu kämpfen und unterlag. Nicht der erste Rücktritt vom Rücktritt für Abbott, der in seiner zwei Dekaden umspannenden Karriere immer wieder längere Auszeiten nahm, um sich anderen Projekten wie der Schauspielerei oder dem Pro-Wrestling zu widmen. Nun ist er erneut zurück und steht in Arizona UFC-Hall-of-Famer Dan Severn (101-19-7) gegenüber. Die beiden kennen sich noch gut. 1995 trafen sie in der ersten Runde des Ultimate-Ultimate-Turniers der UFC aufeinander, welches Severn später gegen Oleg Taktarov gewann.

„Tank“ Abbott dürfte bis heute eins der Symbole der UFC-Frühphase sein. Mit seinem markanten Aussehen, dass eher auf einen Biker aus der Kneipe denn auf einen Profisportler schließen ließ und gewaltigen Knockouts kämpfte er sich zu ungeahnter Popularität vor und stand zwischen 1995 und 1998 unter anderem mit Oleg Taktarov, Don Frye, Vitor Belfort, Pedro Rizzo und in seinem einzigen Titelkampf mit Maurice Smith im Octagon, verlor aber alle Duelle. 2003 kehrte er für drei weitere Begegnungen in die UFC zurück, nur um schnell aufgezeigt zu bekommen, dass der Sport bereits an ihm vorbeigezogen war. In der Folge kämpfte Abbott vereinzelt bei Pride FC gegen Hidehiko Yoshida, Strikeforce gegen Paul Buentello und Elite XC gegen Kimbo Slice.

Das angesetzte Duell zwischen Box-Legende Roy Jones Jr. gegen einen Fan wurde zudem von der zuständigen Kommission untersagt. UR Fight wirbt nun damit, dass die Fans den Gegner des russischen Staatsbürgers bestimmen können.