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Unsportlichkeit: Rousimar Palhares muss für zwei Jahre aussetzen

Rousimar Palhares (Foto: Tobias Bunnenberg)

Rousimar Palhares wurde am Donnerstag von der Sportkommission Nevadas für zwei Jahre suspendiert. Er muss außerdem eine Geldstrafe in Höhe von 40.000 US-Dollar zahlen.

Grund für die Sperre ist das wiederholt unsportliche Verhalten, das Palhares in seinem letzten Kampf an den Tag gelegt hat. Die Rede ist von seiner letzten Titelverteidigung bei World Series of Fighting 22 am 1. August. Er hatte seinen Gegner Jake Shields im Kimura zum Abklopfen gezwungen, den Griff aber nicht sofort gelöst, sondern noch fester gezogen. Infolgedessen wurde Palhares der WSOF-Titel aberkannt.

Nun musste sich der Brasilianer vor der Sportkommission von Nevada verantworten. Er beteuerte dabei, den Ringrichter während des Kimuras nicht gesehen und somit nicht gewusst zu haben, wer ihm da im Kampf auf den Rücken klopfte. Ringrichter Steve Mazagatti klopfte vehement auf Palhares‘ Rücken, um ihn zum Lösen des Griffs zu bewegen. Später erklärte Palhares, er habe das Abklopfen falsch interpretiert und gedacht, Shields würde ihn mit Knien attackieren.

Steve Mazagatti und WSOF-Präsident Ray Sefo erschienen zur Anhörung und erklärten, Palhares vor dem Kampf explizit gewarnt zu haben. Beide werteten die Aktion als unsportlich. Palhares und sein Manager riefen Ringrichter „Big“ John McCarthy zur Hilfe, der seine Meinung zur Situation äußern sollte. Er stellte sich jedoch klar gegen Palhares und wertete die Aktion ebenfalls als höchst unsportlich.

Letztendlich wurde eine zweijährige Sperre ausgesprochen. Ein mildes Urteil, wenn man bedenkt, dass UFC-Kämpfer Nick Diaz kürzlich für ganze fünf Jahre gesperrt worden ist, weil er zum dritten Mal positiv auf Marihuana-Konsum getestet worden war. Auch Palhares ist ein Wiederholungstäter. In der UFC hielt er einen Heel Hook gegen Tomasz Drwal zu lange und wurde für 90 Tage suspendiert. Drei Jahre später ließ er auch im Kampf gegen Mike Pierce nicht los, woraufhin er von der UFC entlassen wurde.